Die Beratung ist vertraulich, kostenfrei und auf Wunsch anonym. Das Beratungsteam unterstützt Ratsuchende, ihre Familien sowie Zeug:innen antisemitischer Gewalttaten – sei es in Schulen und Hochschulen, am Arbeitsplatz, im persönlichen Umfeld oder im Kontakt mit Behörden. Durch Einzelfallberatung, stärkende Gruppenangebote, Vermittlungs- und Bildungsformate sowie eine bundesweit geschaltete telefonische Hotline erreicht OFEK die Betroffenen in ganz Deutschland. Der Community-basierte Ansatz von OFEK e.V. zeichnet sich u.a. durch schnelles Reagieren auf akute Bedarfslagen aus und eine enge Zusammenarbeit mit jüdischen Communities unter anderem durch die Schaffung von Community-Angeboten.
Grundsätzlich umfasst das Beratungsangebot u.a. die Fallaufnahme und Fallklärung, Bedrohungseinschätzung, psychosoziale Begleitung, Krisenbewältigung, Beratung zu Härtefällen und finanzieller Entschädigung, Rechtsberatung, (traumasensible) psychologische Beratung, Begleitung zu Polizei und Behörden, Erstellung von Stellungnahmen und Positionspapieren, psychosoziale Begleitung vor Gericht, Verweisberatung und Vermittlung von weiterführenden Beratungsangeboten.
In der psychosozialen sowie psychologischen Beratung steht die emotionale und psychische Stabilisierung der Ratsuchenden im Vordergrund. Die Berater:innen unterstützen Ratsuchende dabei, das Erlebte zu verarbeiten, Bewältigungsstrategien zu entwickeln und ihre Handlungsfähigkeit zurückzugewinnen. Dabei wird auf eine traumasensible und ressourcenstärkende Begleitung geachtet.
Im rechtlichen Bereich bietet OFEK e.V. Unterstützung bei juristischen Fragen – etwa, wenn es um Strafanzeigen, polizeiliche Verfahren, Schul- oder Arbeitskonflikte geht. Die Beratung erfolgt niedrigschwellig und auf Wunsch in Zusammenarbeit mit spezialisierten Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälten. Ziel ist es, Betroffene über ihre Rechte aufzuklären und sie im Umgang mit Behörden zu stärken, damit antisemitische Straftaten und Vorfälle konsequent verfolgt und aufgearbeitet werden können. Darüber hinaus vermittelt OFEK e.V. bei Bedarf weiterführende Hilfsangebote – etwa therapeutische Unterstützung, spezialisierte Opferhilfeeinrichtungen, soziale Beratungsstellen oder Bildungsinitiativen. Durch die enge Zusammenarbeit mit einem breiten Netzwerk zivilgesellschaftlicher und institutioneller Partner stellt OFEK sicher, dass Betroffene eine passgenaue und kontinuierliche Unterstützung erhalten.
Neben der Fallberatung bietet OFEK e.V. Gruppen, Kollektiven und Institutionen wie Schulen, Hochschulen, Kultureinrichtungen, Gemeinden oder zivilgesellschaftlichen Organisationen fachliche Unterstützung bei der Aufarbeitung und dem Umgang mit antisemitischen Vorfällen an.
Seit der Gründung verbindet OFEK e.V. seine Beratungsarbeit mit fachpolitischer Tätigkeit, die auf die strukturelle Verankerung von Antisemitismusprävention und den Ausbau von umfassenden Unterstützungsstrukturen auf institutioneller und politischer Ebene abzielt.