Das Brandenburgische Landeshauptarchiv ermöglicht ab sofort den Zugang zum Auswertungstool der Provenienzforschung zu NS-Raubkunst (OFPSearch).
Diese OCR-basierte Anwendung durchsucht die maschinenschriftlichen Teile der rund 42.000 digitalisierten Akten der Vermögensverwertungsstelle beim Oberfinanzpräsidenten Berlin-Brandenburg (OFP). OFPSearch wurde im Rahmen eines mit Bundesmitteln geförderten Projektes im Landeshauptarchiv entwickelt.
Das Team des OFP-Projekts hat für die Auswertung der Akten der Vermögensverwertungsstelle eine Anwendung entwickelt, mit der die Projektbeteiligten die digitalisierten Akten auf Grundlage einer optischen Texterkennung (Optical-Charakter-Recognition – OCR) durchsuchen. Ziel dabei ist es, Hinweise zu heutigen Standorten von NS-Raubkunst zu finden.
Das Landeshauptarchiv ermöglicht es nun allen Interessierten, die Kernfunktionen dieser Anwendung zu nutzen. Forschende können hier nach eigenen Suchbegriffen filtern – sowohl innerhalb einzelner Akten als auch im gesamten veröffentlichten Bestand.
Datengrundlage bilden alle archivrechtlich frei zugänglichen digitalisierten Akten des OFP.
Es handelt sich dabei um alle personenbezogenen Akten der NS-Vermögensverwertungsstelle, die bereits in der Onlinesuche des Landeshauptarchivs öffentlich zugänglich sind – insgesamt 40.674 der 41.690 digitalisierten Akten.