Im Rahmen der „Werkstattausstellung Spuren in Halle. Zum Forschen und Mitmachen“, bittet das Stadtmuseum Halle die Öffentlichkeit um Unterstützung.
Konkret werden Hinweise zu den Themenbereichen „Zwangsarbeit im Nationalsozialismus“ und „Euthanasie“ gesucht, die zentrale Bestandteile der halleschen Präsentation bilden.
Beide Themen stehen zudem im Mittelpunkt begleitender Werkstattgespräche.
Am 8. März beschäftigt sich eine Veranstaltung mit dem halleschen Arzt Horst Schumann und dessen Rolle im NS-Euthanasieprogramm.
Ein weiteres Gespräch am 29. März widmet sich dem Tagebuch des tschechischen Zwangsarbeiters Josef Sýkora, dessen Lebensweg und Aufzeichnungen bereits Teil der Ausstellung sind.
Das Museum weist darauf hin, dass trotz vorhandener Archivquellen weiterhin viele Fragen offen sind – insbesondere zu den Lebens- und Arbeitsbedingungen von Zwangsarbeitenden in Halle. Gefragt sind Informationen zu Ankunfts- und Sammellagern, privaten Einquartierungen sowie bislang unbekannten Standorten, an denen Zwangsarbeitende untergebracht waren.
Von besonderem Interesse sind zudem Hinweise zum Herren- und Damensalon in der Huttenstraße 49, Ecke Robert-Koch-Straße – sowohl zum Betrieb selbst als auch zu den dort tätigen Personen während der Kriegs- und Nachkriegszeit. Ebenso gesucht werden Erinnerungen, Dokumente oder Zeugnisse in Bezug auf tschechische Zwangsarbeitende, die während des Zweiten Weltkriegs in Halle eingesetzt waren.
Hinweise können direkt an philip.mahrenholz@halle.de gesendet werden.