Zentrum Erinnerungskultur

KZ-Gedenkstätte Flossenbürg und Universität Regensburg
24. Mai 2024

Das Zentrum Erinnerungskultur beschäftigt sich mit Erinnerungspraktiken, Erinnerungsdiskursen und Geschichtspolitiken in Gegenwart und Vergangenheit. Dabei werden Theorie und Praxis, wissenschaftliche und gesellschaftliche Auseinandersetzung, forschende Durchdringung und vermittelnde Formate miteinander verschränkt.

Folgende Fragen stehen im Fokus des ZE:

  • Welche Institutionen und Akteur*innen prägen den öffentlichen politischen und (populär)kulturellen Umgang mit Vergangenheit und Geschichte? Welche Intentionen und Positionen bestimmen diese Diskurse? Welche Instrumente und Strategien werden dabei angewandt?
  • Welche globalen Einflüsse, Trends, Muster und Diskurse spiegeln sich in lokalen, regionalen bzw. ‚glokalen‘ Praktiken wider? Welche epochen- und kulturenübergreifende Muster liegen Erinnerungspraktiken und geschichtspolitischem Handeln zu Grunde?
  • Wie können erinnerungskulturelle Phänomene im zeitlichen Verlauf sowie in unterschiedlichen lokalen, (trans)regionalen oder (inter)nationalen Zusammenhängen verglichen werden? Welche Konjunkturen und Schwerpunkte erinnerungskultureller und geschichtspolitischer Debatten gibt es?
  • Wie können der Begriff Erinnerungskultur sowie die damit verbundenen Praktiken kritisch historisiert werden? Welche Rolle spielt die Auseinandersetzung mit dem kolonialen Erbe westlicher Gesellschaften dabei?
  • Wie entwickelt sich die wissenschaftliche Beschäftigung mit Fragen und Konzepten der Erinnerungskultur in thematischer, methodischer und theoretischer Hinsicht? Welche Zugangsweisen werden in verschiedenen Disziplinen diskutiert und angewandt?
  • Wie beeinflussen Formen des prozessorientierten, oft mit Verkörperung und performativen Ansätzen verbundenen doing history die Erinnerungs- und Geschichtskultur?
  • Welche Rolle spielen soziale Marker und Positionierungen wie Geschlecht, Klasse, Rasse sowie Intersektionalität in erinnerungs- und geschichtskulturellen Praktiken und Repräsentationen?
  • Wo liegen die Chancen digitaler Formate für die Erinnerungskultur? Welche Potentiale generieren virtuelle Formen und Praktiken, etwa vor dem Hintergrund des „Endes der NS-Zeitzeugenschaft“?
  • Wie entsteht ein Dialog auf Augenhöhe zwischen Theoretiker*innen und Praktiker*innen der Erinnerungskultur? Welche Rolle spielen co-creative und kollaborative Ansätze, um etablierte Wissensformen neu zu denken? Welche experimentellen Settings gibt es dafür?

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