Entgrenzung und KZ-System. Das Unternehmen "Wüste" und das Konzentrationslager in Bisingen 1944/45 (Rezension)

Bisingen (Baden-Württemberg) gehörte zu den zahlreichen Außenlagern, die im Sommer 1944 entstanden sind. Die dort und in sechs anderen Außenlagern in der Region eingesetzten Häftlinge mussten für das Unternehmen "Wüste" arbeiten (Ölgewinnung aus Ölschiefer), eines der vielen sinnlosen Rüstungsprojekte der Endkriegsphase, denen Tausende von Zwangsarbeitern zum Opfer fielen. Neben den komplexen Entstehungsbedingungen des Unternehmens "Wüste", in das sich sukzessive die wichtigsten Behörden und Machtzentren des NS-Regimes einschalteten (wie SS und Rüstungsministerium), behandelt diese Studie folgende Themen: die Strukturveränderungen des KZ-Systems 1944/45, die Beziehungen der Außenlager zum Stammlager Natzweiler, das Spannungsverhältnis zwischen Arbeit und Vernichtung, die massenhaften Überstellung von Wehrmachtsangehörigen in die Lager und deren wichtige Rolle innerhalb der Lagerverwaltung, die Eskalation der Gewalt in der Endkriegsphase. Die Entgrenzung des KZ-Systems zeigten Weltkrieg und.die Beteiligung des wuerttembergischen Staates.- Beurteilung des Oelschiefers als Rohstoff zur Oelgewinnung..b.) Die Rolle der synthetischen Treibstoffproduktion in der.NS-Wirtschaftspolitik und erste Vorstoeße im Bereich der.Schieferoelgewinnung..- Autarkie, Aufruestung und Treibstoff.- IG Farben und synthetische Treibstoffproduktion.- Vierjahresplan und Machtwechsel in der NS-Wirtschaftspolitik 1936/1938:.Krauch als "Generalbevollmaechtigter fuer Sonderfragen der chemischen.Erzeugung" und Leiter des "Reichsamtes fuer Wirtschaftsausbau".- Autarkie und Oelschiefer...II. VOM BEGINN DES SUEDWUERTTEMBERGISCHEN OELSCHIEFERPROJEKTS ZUM.UNTERNEHMEN "WUESTE"..a.) Das suedwuerttembergische Oelschieferprojekt von 1942 bis Juni 1944..- Oelschieferfoerderung in Estland nach dem Ueberfall auf die Sowjetunion.- 1942: Intensivierung der Ruestungsproduktion und Wende in der.NS-Wirtschaftspolitik. Der Beginn des suedwuerttembergischen.Oelschieferprojekts.- Anfang 1943: "totale Mobilisierung" und die Ausweitung des.Oelschieferprojekts.- Oelschiefergesellschaften I: LIAS-Oelschieferforschungsgesellschaft in.Frommern, Kohle-Oel-Union in Schoerzingen.- Sommer 1943: Oelschiefer als Prestigeprojekt der SS.- Die zunehmende wirtschaftliche Betaetigung der SS und der Machtkampf mit.Speer.- Modellversuch: Die SS und der Oelschiefer in Schandelah bei Braunschweig.- Oelschiefergesellschaften II: Deutsche Oelschieferforschungsgesellschaft.Schoemberg (DOELF).- Expansion: SS-eigene Schieferoelfabrik und die ersten Konzentrationslager.- Sonderfall: das SS-Unternehmen "Deutsche Schieferoel GmbH" Erzingen..b.) Das Geilenberg-Programm und das Unternehmen "Wueste" ab Juli 1944..- Krisenstaebe I: "Jaegerstab", "Sonderstab Kammler" und "Ruestungsstab".- Krisenstab II: Juli 1944. Die Uebernahme des Schieferoelprojekts als.Unternehmen "Wueste" durch den "Geilenbergstab" im Speer-Ministerium.- Angebot an die SS: Uebernahme der wuerttembergischen Oelschieferwerke.- K

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