Das Museum Berlin-Karlshorst präsentiert erneut die Ausstellung „1941. Juni-Briefe. Ungelesene Feldpost aus Kamjanez-Podilskyj“, die 2016 gemeinsam mit dem Nationalen Museum der Geschichte der Ukraine im Zweiten Weltkrieg in Kyjiw erarbeitet wurde.
Ausgewählte Briefe vermitteln Einblicke in die Gefühlswelten von Soldaten der Roten Armee sowie Einwohnerinnen und Einwohnern der Stadt Kamjanez-Podilskyj während der ersten Tage des deutschen Überfalls im Südwesten der Ukraine. Grundlage der Ausstellung bildet die letzte Leerung des Briefkastens des Postamtes von Kamjanez-Podilskyj. Die Sendungen konnten nie zugestellt werden, da sie in die Hände der deutschen Besatzungsverwaltung gelangten, die sie als Beutegut an das Postmuseum in Wien schickte. Nach ihrer Rückgabe an die Ukraine wird die Sammlung heute im Nationalen Museum der Geschichte der Ukraine im Zweiten Weltkrieg in Kyjiw aufbewahrt.
Für die aktuelle Präsentation der Ausstellung wurden in enger Zusammenarbeit mit dem Staatlichen Historischen Museum Kamjanez-Podilskyj weitergehende Erkenntnisse zur Geschichte der Stadt im Kontext des deutschen Vernichtungskrieges zusammengetragen.
Mit:
Dr. Jörg Morré (Direktor Museum Berlin-Karlshorst)
Oksana Zaremba (Staatliches Historisches Museum Kamjanez-Podilskyj)
Svitlana Datsenko (Nationales Museum der Geschichte der Ukraine im Zweiten Weltkrieg, Kyjiw)
Julia Korsunsky (Nachfahrin eines Briefempfängers)
Einführung in die Ausstellung: Christoph Meißner (Museum Berlin-Karlshorst)
Die Veranstaltung wird simultan gedolmetscht aus dem Ukrainischen/Englischen.