1945. Widerstand im Nationalsozialismus am Kriegsende

Ausstellung
12. Januar 2026 -
20. März 2026
Ort: An der Gedenkstätte 1, 39638 Hansestadt Gardelegen
Veranstalter: Gedenkstätte Feldscheune Isenschnibbe Gardelegen

Als sich im Herbst 1944 und Frühjahr 1945 die militärische Niederlage des nationalsozialistischen Deutschlands abzeichnete, forderte die Führung in Berlin dennoch die kompromisslose Verteidigung jeder Stadt und jedes Dorfes. In dieser Phase, in der Gewalt, Zerstörung und Repression weiter eskalierten, widersetzten sich einzelne Menschen den Befehlen des Regimes. Sie verweigerten den Dienst, entwaffneten lokale Volkssturmeinheiten, nahmen Kontakt zu den heranrückenden Alliierten auf oder forderten öffentlich die kampflose Übergabe ihrer Heimatorte.

Die Ausstellung der Berliner Gedenkstätte Deutscher Widerstand beleuchtet diese oft wenig bekannten Formen des Widerstands in den letzten Kriegsmonaten. Sie zeigt, wie unterschiedlich die Motive und Handlungsspielräume waren und mit welchem persönlichen Risiko Menschen gegen das nationalsozialistische Herrschaftssystem auftraten. Viele bezahlten ihren Widerspruch mit dem Leben: Noch in den letzten Kriegstagen wurden Frauen und Männer standrechtlich verurteilt, hingerichtet oder erschossen.

Anhand ausgewählter Beispiele macht die Ausstellung deutlich, dass Widerstand am Kriegsende häufig spontan entstand, aber zugleich von großer Entschlossenheit und Zivilcourage geprägt war. Sie eröffnet einen differenzierten Blick auf individuelles Handeln in einer Zeit, in der selbst Zweifel oder abweichende Meinungen tödliche Folgen haben konnten.

Der Eintritt zur Ausstellung ist frei.