3. Dialogforum Mauthausen: Zeitgeschichtliche Ausstellungen

Tagung/Seminar/Workshop
24. Mai 2011 -
25. Mai 2011
Ort: KZ-Gedenkstätte Mauthausen
Veranstalter: KZ-Gedenkstätte Mauthausen

 In den vergangenen zwei Jahrzehnten ist eine allmähliche Transformation der KZ-Gedenkstätten von reinen Erinnerungsorten hin zu zeitgeschichtlichen Museen festzustellen. Die Vermittlung historischen Wissens über den Nationalsozialismus wird angesichts zunehmender zeitlicher Distanz zu den Ereignissen vermehrt als Hauptaufgabe wahrgenommen. Zentrales Element der Wissensvermittlung sind dabei die in den vergangenen Jahren vielerorts neu entstandenen historischen Ausstellungen.

Die Tagung wird den an zeitgeschichtliche Ausstellungen geknüpften Aufgaben und Zielen ebenso nachgehen wie Fragen nach Inszenierungen und Narrativen, oder didaktischen und gestalterischen Methoden. Besonderes Augenmerk soll dabei auf die grundsätzliche Unterscheidung von zeitgeschichtlichen Ausstellungen an historisch authentischen Orten – wie etwa den KZ-Gedenkstätten – gegenüber Museen an historisch „neutralen“ Orten – wie etwa dem US Holocausthttp://lernen-aus-der-geschichte.de/glossary/term/1760?verbrannt%22 Memorial Museum, oder Yad Vashemhttp://lernen-aus-der-geschichte.de/glossary/term/585?Denkmal – gelegt werden. Mit welchen Mitteln lässt sich ein sinnvoller Bezug zwischen konkretem Ort und abstrakten Inhalten herstellen? Wie können bauliche Reste historischer Orte gewissermaßen als „Großexponate“ in ein Ausstellungskonzept integriert werden? Welcher Methoden bedarf es andererseits, um an aus konkreten raum/zeitlichen Verortungen „losgelösten“ Museen historische Bezüge sichtbar und nachvollziehbar zu machen?

 

Kontakt

 

Dr. Barbara Glück

Mauthausen Memorial

Herrengasse 7

1010 Wien

Tel.: 01-531 26 3801

E-Mail: barbara.glueck@remove-this.bmi.gv.at