8./9. November 1923 – Der „Hitler-Putsch“ als Höhe- und Wendepunkt in einem Krisenjahr

8. November 2010
20:00 - 00:00 Uhr
Ort: Stiftung Topographie des Terrors
Veranstalter: Stiftung Topographie des Terrors

Vortrag: Prof. Dr. Ursula Büttner, Hamburg

Moderation: Prof. Dr. Christian Jansen, Berlin

Der 9. November ist im Kalender der Jahrestage mit einer Vielzahl an Ereignissen verbunden. Die NS-Bewegung hat 1923 programmatisch am 9. November – dem 5. Jahrestag der Ausrufung der Republik 1918 – in München den Putsch versucht.

In ihrem Vortrag lenkt Ursula Büttner den Blick auf den sogenannten „Hitler-Putsch“ am 8./9. November 1923 und stellt diesen in den weiteren Kontext des Katastrophenjahrs und der rechtsradikalen Angriffe auf die Republik sowie auf demokratische Politiker. Sie versucht auch eine Antwort auf die Frage, warum die Republik dieses Jahr überleben konnte – aber am Ende doch scheiterte.

Ursula Büttner, 1946 geboren, ist Professorin am Historischen Seminar der Universität Hamburg und wissenschaftliche Mitarbeiterin der Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg. Ihr Forschungsschwerpunkt ist die Geschichte der deutschen Gesellschaft im 20. Jahrhundert. Sie hat zahlreiche Publikationen vorgelegt, darunter das Standardwerk Weimar. Die überforderte Republik 1918–1933. Leistung und Versagen in Staat, Gesellschaft, Wirtschaft und Kultur (Stuttgart 2008). Die Studie wurde 2009 auch von der Bundeszentrale für politische Bildung aufgelegt und ist im September 2010 in einer gekürzten Fassung als zweiter Teil des Gebhardt. Handbuch der deutschen Geschichte, Bd. 18, erschienen.

Christian Jansen, 1956 geboren, lehrt seit 2007 als Gastprofessor für Neuere und Neueste Geschichte an der Technischen Universität Berlin. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehört die deutsche Geschichte des 20. Jahrhun-derts, insbesondere politische Geschichte, Sozial- und Mentalitätsgeschichte.