Am 15. Dezember 1941 wurden 1001 jüdische Kinder, Frauen und Männer von Hannover nach Riga verschleppt, in der Verwaltungssprache hieß es: Sie wurden „abgeschoben“. Durch die Deportation nach Osteuropa sollte jüdisches Leben im ganzen Gebiet des Deutschen Reiches „ausgemerzt“ werden. Von den 1001 nach Riga Deportierten lebten im Mai 1945 noch 68 Menschen.
Die Ausstellung „Abgeschoben in den Tod – Die Deportation von 1001 jüdischen Hannoveranerinnen und Hannoveranern am 15. Dezember 1941 nach Riga“ zeigt 70 Jahre nach der Deportation die chronologischen Ereignisse und die historischen Kontexte dieser menschenverachtenden Aktion. Sie beleuchtet anhand von exemplarischen Biographien die individuellen Schicksale der Riga-Deportierten, thematisiert aber ebenso die Hintergründe der Täter. Die Ausstellung klärt erstmals umfassend dieses Kapitel der hannoverschen Stadtgeschichte auf. Für Schülerinnen und Schüler wird es ein besonderes Informationsangebot geben.
Die Ausstellungseröffnung findet am 15. Dezember 2011 um 18.30 Uhr mit einem Grußwort durch Oberbürgermeister Stephan Weil und einer besonderen Lichtaktion von Schülerinnen und Schülern der Humboldtschule auf dem Trammplatz statt (siehe Begleitprogramm).
Eine große Ehre wird Hannover durch den Besuch von voraussichtlich vier Überlebenden der Deportation 1941 zu der Ausstellungseröffnung zuteil.
Ausstellungseröffnung:
15. Dezember 2011, 18.30 Uhr
Laufzeit der Ausstellung:
15. Dezember 2011 - 27. Januar 2012
Öffnungszeiten:
Montag - Freitag 8 - 18 Uhr, Samstag und Sonntag 10 - 18 Uhr
Ausstellungsort:
Bürgersaal im Neuen Rathaus, Trammplatz 2, 30519 Hannover
Verantwortlich:
Landeshauptstadt Hannover – Fachbereich Bildungund Qualifizierung – Projekt Erinnerungskultur
In Zusammenarbeit mit:
Region Hannover
Historisches Museum Hannover
Niedersächsisches Institut für Historische Regionalforschung e.V.
Ausstellungskuratoren:
Dr. Karljosef Kreter (Projekt Erinnerungskultur)
und Julia Berlit-Jackstien (Projekt Erinnerungskultur)
Ausstellungstexte:
Christiane Schröder (Niedersächsisches Institut
für historische Regionalforschung)
Ausstellungsgrafik:
Kirsten Tepper (Historisches Museum Hannover)