Anastasia Gulej - NS-Zwangsarbeiterin und KZ-Überlebende aus der Ukraine im Gespräch

4. Dezember 2025
19:00 Uhr
Ort: Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit
Veranstalter: Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit

Anastasia Gulej stammt aus der Region Poltawa. Im April 1943 verschleppten die Deutschen sie zur Zwangsarbeit nach Schlesien. Dort musste sie in einer Eisenhütte schwere körperliche Arbeit verrichten. Anastasia versuchte zu fliehen und wurde gefasst, zur Strafe kam sie im Spätsommer 1943 in das KZ Auschwitz-Birkenau. Dort arbeitete sie im Landwirtschaftskommando Budy außerhalb des Hauptlagers. Nach der Räumung von Auschwitz im Januar 1945 wurde Anastasia Gulej in das KZ BergenBelsen verschleppt, wo sie britische Truppen im April befreiten. Vier Monate später kehrte sie nach Hause zurück. 

Seit der Unabhängigkeit der Ukraine 1991 engagiert sich Anastasia Gulej als Zeitzeugin. Russlands Angriffskrieg zwang sie 2022, ihre Heimat zu verlassen. 15 Monate lang lebte sie in Sachsen-Anhalt, ehe sie nach Kyjiw zurückkehrte. 

Begrüßung: Dr. Christine Glauning 
Leiterin des Dokumentationszentrums NS-Zwangsarbeit

Zeitzeugin: Anastasia Gulej 
Geb. 1925, studierte Forstwirtin 

Moderation: Maik Reichel 
Direktor der Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhalt 

Das Gespräch mit der Zeitzeugin findet auf Ukrainisch statt und wird simultan ins Deutsche übersetzt.

Einladung

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