Das Schlößchen Borghees in Emmerich am Rhein zeigt vom 19. Juli bis zum 16. August 2026 eine Ausstellung der autobiografischen Graphic Novel „Drei Steine". Präsentiert werden die Originalzeichnungen des Hamburger Bildungskünstlers und Autors Nils Oskamp, ergänzt durch großformatige Infotafeln und Multimedia-Stationen. Der Eintritt ist frei.
„Drei Steine" schildert autobiografisch, wie Nils Oskamp Ende der 1980er-Jahre als Schüler in Dortmund gegen Holocaust-Leugnung an seiner Schule aufstand. Das Buch ist eine persönliche Erinnerung an eine Zeit, in der Rechtsextremismus und Antisemitismus an deutschen Schulen erschreckend alltäglich waren — und zeigt, was es bedeutet, sich ihnen entgegenzustellen. Die Zeichnungen entstanden zwischen 2013 und 2016; 2016 wurde das Werk gemeinsam mit der Amadeu Antonio Stiftung als Schulbuchausgabe veröffentlicht.
Die Geschichte handelt von einem konkreten Ereignis: Ein Mitschüler bringt nazistische Symbole in den Unterricht und leugnet den Holocaust — und Nils Oskamp stellt sich ihm entgegen. Was folgt, ist eine Eskalation, die zeigt, wie schnell aus Schweigen Mitschuld werden kann. Die Graphic Novel fragt nicht nur nach Vergangenheit, sondern auch nach Haltung: Wann spreche ich, und wann sage ich nichts?