Ansprechperson:
Uwe Bader, Dr. Albrecht Gill
E-Mail-Kontakt:info@ns-dokuzentrum-rlp.de
Veranstaltungsnummer: H 25/2
Zur Ausstellung:
Seit 2008 hat sich zwischen dem polnischen Zentralen Kriegsgefangenenmuseumin Lambinowice bei Opole (Oppeln / Schlesien) undden rheinland-pfälzischen KZ-Gedenkstätten in Osthofen und Hinzertein reger Austausch entwickelt. Im Rahmen der Partnerschaft zwischender Woiwodschaft Opole und dem Land Rheinland-Pfalz werdengemeinsame Anstrengungen unternommen, die Erinnerung an dieNS-Diktatur und den Zweiten Weltkrieg aufrecht zu erhalten und neueImpulse für die Gedenkarbeit zu geben.
Mit der von unseren polnischen Partnern erarbeiteten Ausstellung wirddie lange Geschichte der deutschen Kriegsgefangenenlager Lamsdorf(1870/71, 1. Weltkrieg, 2. Weltkrieg bis zur Befreiung) dargestellt. Über40.000 der insgesamt 300.000 Gefangenen, die aus den von derWehrmacht besetzten Ländern nach Lamsdorf kamen, überlebten dieGefangenschaft nicht. Darüber hinaus wird in der Ausstellung auchüber das polnische Arbeitslager informiert, in dem 1945/46 von polnischerSeite Deutsche interniert wurden, die nach den Beschlüssen derPotsdamer Konferenz zur Aussiedlung aus Schlesien vorgesehenwaren.Das seit 1964 bestehende Kriegsgefangenenmuseum -Lambinowicehat für die Erinnerungsarbeit eine besondere europäische Bedeutung,da es sich auf internationaler Ebene mit der Problematik derKriegsgefangenen im Zweiten Weltkrieg und in der Nachkriegszeitbefasst.
Neben der Präsentation der verschiedenen Aufgabenfelder desMuseums (Forschung, Wissenschaftliche Dokumentation, Ausstellungenund pädagogische Arbeit) wird die Ausstellung dokumentarischeund künstlerische Portraits von Kriegsgefangenen in zwei totalitärenSystemen – Nationalsozialismus und Stalinismus – zeigen. 70 Jahrenach dem Einfall deutscher Truppen in die Sowjetunion werden u.a.auch Zeichnungen des in deutsche Kriegsgefangenschaft geratenensowjetischen Soldaten Gieorgij Iwanowitz Danilow die Lagerwirklichkeit in Lamsdorf veranschaulichen.
Eröffnung: Donnerstag, 12. Mai 2011, 18 Uhr
Programm:
Opole)
Öffnungszeiten der Ausstellung:
in der Gedenkstätte KZ Osthofen
von 13. Mai bis 31. Juli 2011:
Mo, Di, Do, Fr: 9 – 13 und 14 – 17 Uhr,
Mi: 9 – 12 Uhr
An Wochenenden
und Feiertagen: 13 – 17 Uhr