Zuhause, am Strand, beim Sport, selbst auf der Flucht und nach der Ankunft im Exil: Nach 1933 hielten Jüdinnen und Juden ihren Alltag mit der Kamera fest und bewahrten ihre Fotos oft in selbst gestalteten Alben auf. Die herausgestellte Leichtigkeit und die Normalität auf den Bildern stehen quer zum Wissen über die Anfeindung und Entrechtung, die die Abgebildeten als Juden erfuhren. Eben darin liegt ihre Bedeutung. Anhand von rund hundert größtenteils unbekannten Sammlungen argumentiert Robert Mueller-Stahl, dass die private Fotografie für Jüdinnen und Juden zu einem Medium der Selbstbestimmung wurde. Mehre Informationen hier.