Das Molybdänbergwerk Vals–Alpeinerscharte 1941–1945 Zwangsarbeit auf 2850 Metern Meereshöhe

Vortrag/Vorlesung
18. November 2010
19:00 - 00:00 Uhr
Ort: Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit Berlin-Schöneweide
Veranstalter: Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit Berlin-Schöneweide

Vortrag mit Fotos: Matthias Breit, Absam/Österreich

Moderation: Dr. Anne Sudrow, Berlin

Sohlen von Holzschuhen, Teller mit dem Aufdruck „Ostmark Keramik“, Schuhcremedosen, Münzen, ein eingestürzter Schornstein und eine meterhohe

Stahlkonstruktion – das findet man heute in rund 2900 Metern Höhe auf der

Alpeiner Scharte, hinter dem Valsertal in Tirol. Angebracht am Rest eines

Fundaments, das man im hochalpinen Geröll leicht übersieht, weist ein Schild

des Deutschen Alpenvereins, Sektion Landshut, auf ein »Ehem. Molybdän-

Bergwerk 1941–1945, Barakenlager [sic]« hin. Der Vortrag beleuchtet anhand der reichhaltigen fotografischen Überlieferung die Geschichte dieses Zwangsarbeiterlagers in den österreichischen Alpen sowie die vergeblichen Versuche, hier das kriegswichtige Edelmetall Molybdän zu fördern.

Matthias Breit, geb. 1964, Grafiker, Initiator und Koordinator einer Ausstellung

über den Molybdänbergbau 1941-1945 in Vals für das Technische Museum

Wien 2013.


Dr. phil. Anne Sudrow, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Zentrum für

Zeithistorische Forschung Potsdam, zuvor Technische Universität

München und Universität Göttingen. Aktuellste Veröffentlichung:

Der Schuh im Nationalsozialismus. Eine Produktgeschichte im

deutsch-britisch-amerikanischen Vergleich, Göttingen 2010.