„Das Ungesagte“ – Ein Film über das Schweigen in der Familie nach den Gräueln der NS-Herrschaft

Tagung/Seminar/Workshop
Film
28. Oktober 2026
09:30 - 17:00 Uhr
Ort: Die Pumpe e.V., Haßstraße 22 24103 Kiel
Veranstalter: Landesarbeitsgemeinschaft Gedenkstätten und Errinerungsorte in Schleswig-Holstein e.V., Landesbeauftragter für politische Bildung Schleswig-Holstein

Die individuellen Erfahrungen der NS-Gewaltherrschaft, die unterschiedlichen Formen persönlicher Eingebundenheit in totalitäre Strukturen und die Beteiligung an Verbrechen bis hin zu Mord – all das hat in den innerfamiliären Gesprächen der Nachkriegszeit kaum eine Rolle gespielt; diese Geschichten wurden aktiv verdrängt und beschwiegen. 
Wenn es für diese Erkenntnisse tatsächlich noch eines weiteren Beweises bedarf, dann spiegelt sich der in den Erfahrungen, die viele Menschen in den letzten Monaten mit den vom US-Nationalarchiv veröffentlichten NSDAP-Mitgliederdateien gemacht haben.
Die Filmemacher:innen Patricia Hector und Lothar Herzog haben sich mit diesem Phänomen auseinandergesetzt. Herausgekommen ist ein sehr sehenswerter Dokumentarfilm, der mit dem Mittel des Zeitzeugeninterviews arbeitet und damit reinen authentischen Weg auch zu neuen Fragen eröffnet. Um den Film „Das Ungesagte“ wird es in unserem Workshop gehen. Wir wollen diskutieren, welche Bedeutung das familiäre Beschweigen in den Nachkriegsjahren heute hat, welche Möglichkeiten Filme in diesem Kontext bieten können und wie mit diesem Film in der historisch-politischen Bildung gearbeitet werden kann. Anmeldung und mehr Informationen hier.