Es ist eine ungewöhnliche und bewegende Geschichte. Sieben schwangere Jüdinnen wurden Mitte 1944 aus Ungarn nach Auschwitz deportiert. Es gelang ihnen, nach der Ankunft ihre Schwangerschaft zu verbergen und somit dem sicheren Tod in der Gaskammer zu entgehen. Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs wurden sie mit vielen anderen zur Zwangsarbeit in das KZ-Außenlager Kaufering, einem Nebenlager des KZ Dachau, gebracht. Dort halfen ein Häftlingsarzt und jüdische Krankenschwestern bei der Geburt der Kinder unter katastrophalen hygienischen Bedingungen. Sie versorgten Mütter und Babys außerdem mit Bekleidung und Nahrungsmittel, bis amerikanische Soldaten das Lager am 29. April 1945 befreiten. „Das Wunder von Kaufering“ ist das Thema eines Vortrags der Eutiner Schriftstellerin Susanne Bienwald am Sonntag, den 4. Oktober 2026 um 15.00 Uhr in der Gedenkstätte Ahrensbök. Wer sich mit den unmenschlichen Umständen beschäftigt, unter denen es gelang, Mütter und Neugeborene in einem Konzentrationslager zu retten, wird zustimmen, dass dies nur als Wunder bezeichnet werden kann. Der Vortrag ist eine gemeinsame Veranstaltung des evangelischen Frauenwerks Ostholstein und der Gedenkstätte Ahrensbök. Interessierte sind eingeladen. Der Eintritt ist frei. Spenden sind willkommen.
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