Eine Produktion von TheaterBlackBox Köln mit dem NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln In ihrer autobiographischen Geschichte „Der Schmerz“ bangt Marguerite Duras 1944 um die Rückkehr ihres Mannes aus dem KZ Dachau, wohin er als Mitglied der französischen Résistance deportiert wurde. Zunehmend verknüpft sich der Schmerz der Wartenden mit den Vorstellungen vom Schmerz des KZ-Häftlings. Schließlich kehrt er zurück, steht ihr fremd gegenüber und sie kann ihn nicht mehr lieben. Sie verlässt ihn. Fragen nach Krieg, Kampf, Un-Ordnung, Tod und Schuld haben die Kinder der Kriegsgeneration geprägt. Was ist mit den Enkelkindern? Wo finden wir den „Schmerz“ heute? Leben die Gespenster der Geschichte weiter? Marguerite Duras tritt auf, ihre fiktive Tochter und ihr Enkelkind. Drei Generationen, drei Leben, drei Haltungen, eine Geschichte. Was bleibt ist „Schmerz“ – eine Sprache, die unerbittlich einfach die Gewalt an Menschen und die Sehnsucht nach Liebe beschreibt. Seit 2000 arbeitet „TheaterBlackBox“ in Köln. Mit dem Projekt „Der Schmerz“ im ehemaligen Amtssitz der Kölner Gestapo soll nachvollzogen werden, welche Bedeutung Krieg, Gewalt, Schuld und Liebe des letzten Jahrhunderts mit unserem Lebensgefühl von „Heute“ verbindet. So ist dem: „Nun muss endlich ein Schlussstrich gezogen werden“ mit der Beschäftigung der deutschen Geschichte entgegenzuhalten: „Nein. Wir wollen uns erinnern.“ Das Theaterprojekt ist im Rahmenprogramm zur Sonderausstellung „Kunst und Gedenken“ - Kölner Künstler/innen mit Arbeiten zur Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus ein wichtiger Beitrag zur Form der heutigen künstlerischen Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus. Regie: Heinz Simon Keller Bühne: Petra Maria Wirth Assistenz: Dirk Hildebrandt Kostüme: Regina Rösing Licht: Dietrich Körner Grafik: Willi Hölzel mit Gerda Böken, Renate Fuhrmann, Elmira Bahrami, Susanne Seuffert, Zeljko Marovic, Emanuel Wehse (Cello) Kartenvorbestellung: Telefon 0221-221-24340 Weitere Termine: 24./25. März 2011 7./8./10./29./30. April 2011 6./7. Mai 2011, jeweils 20 Uhr
Eintritt: 15 €, erm. 10 €