Die Geschichte der Brandenburgischen Frauenhilfe

28. Oktober 2010
18:00 - 00:00 Uhr
Ort: Evangelisches Zentrum für Altersmedizin
Veranstalter: Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten

Ausstellung der Gedenk- und Begegnungsstätte Leistikowstraße Potsdam widmet sich der Geschichte der Brandenburgischen Frauenhilfe


Am Donnerstag, 28. Oktober 2010, 18 Uhr wird die von der Gedenk- und Begegnungsstätte Leistikowstraße Potsdam konzipierte Ausstellung "Die Geschichte der Brandenburgischen Frauenhilfe" eröffnet. Die Wanderausstellung wird am historischen Sitz der Brandenburgischen Frauenhilfe, im heutigen Evangelischen Zentrum für Altersmedizin in der Potsdamer Weinbergstraße, erstmals gezeigt. Am selben Tag wird auch die gleichnamige Online-Ausstellung freigeschaltet, die unter www.gedenkstaette-leistikowstrasse.de besucht werden kann.

Die Gedenk- und Begegnungsstätte Leistikowstraße Potsdam befindet sich in einem ehemaligen Pfarrhaus, das bis 1945 auch den Sitz der Evangelischen Frauenhilfe beherbergte. Die Brandenburgische Frauenhilfe unterhielt in unmittelbarer Nähe weitere Einrichtungen. Damit ist die Vorgeschichte des späteren sowjetischen Untersuchungsgefängnisses topographisch und historisch eng mit dem sozialen Engagement evangelischer Frauen in Brandenburg und Preußen verbunden. "Im Rahmen des Ausstellungsprojektes konnten wir die Vorgeschichte des ehemaligen Gefängnisgebäudes umfassend erforschen", sagte Gedenkstättenleiterin Dr. Ines Reich heute in Potsdam. "Die Ausstellung beleuchtet nicht nur die Geschichte der Brandenburgischen Frauenhilfe, sondern zeigt auch neue Erkenntnisse über die Anfangszeit der Gefängnisnutzung. Teile werden in die künftige Dauerausstellung in der Gedenkstätte Leistikowstraße einfließen", so Reich.

Die Evangelische Frauenhilfe hatte in den 1920er Jahren insgesamt 600.000 Mitglieder, mehr als 60.000 davon in Brandenburg. Anhand von bisher unbekannten Dokumenten, eindrucksvollem Bildmaterial, historischen Amateurfilmaufnahmen und interessanten Exponaten zeigt die Ausstellung den selbstlosen Einsatz der brandenburger Frauen bis zum Kriegsende 1945. Sie erzählt aus verbandsgeschichtlicher und biografischer Perspektive, wie sich die Frauenhilfe trotz ihres vorherrschenden konservativen Frauenbildes an gesellschaftliche Veränderungen anpasste und dabei herausragende Frauenpersönlichkeiten hervorbrachte wie beispielsweise Marie Goslich, Helene von Oppen, Sigrid Schulz oder Magdalene Vedder. Armen- und Krankenpflege, Fortbildungskurse für Frauen, Müttererholungsfürsorge und Bibelarbeit leisteten einen wichtigen Beitrag zur Emanzipation von


Frauen in Brandenburg und Preußen. "Unser Anliegen war es, den Akteurinnen im Kontext der Geschichte ihres Verbandes Gesicht und Stimme zu geben", erläutert Projektleiterin Dr. Ines Reich das Konzept der Ausstellung. Kuratorin ist die Historikerin und wissenschaftliche Mitarbeiterin der Gedenkstätte Leistikowstraße, Maria Schultz. Gestaltet wurde die Ausstellung von BÜROSTICH aus Potsdam.

Leihgeber sind neben zahlreichen Privatpersonen unter anderem das Brandenburgische Landeshauptarchiv, das Bundesarchiv, die Schwesternschaft der Evangelischen Frauenhilfe Potsdam-Stralsund, das Evangelische Landeskirchliche Archiv Berlin, das Niederlausitz-Museum Luckau, das Museum und Galerie Falkensee sowie weitere kirchliche Archive, Bibliotheken und Institutionen.

Donnerstag, 28. Oktober 2010, 18 Uhr

Die Geschichte der Brandenburgischen Frauenhilfe

Eine Ausstellung der Gedenk- und Begegnungsstätte Leistikowstraße


Begrüßung:

Michael Kögel, Evangelische Frauenhilfe in Brandenburg e.V.

Dr. Ines Reich, Gedenk- und Begegnungsstätte Leistikowstraße

Grußworte:

Brigitte Faber-Schmidt, Kulturland Brandenburg e.V.

Dr. Martina Weyrauch, Brandenburgische Landeszentrale für politische Bildung

Reinhart Lange, Evangelisch-Kirchlicher Hilfsverein

Hildegard Führ, Mitglied der Evangelischen Frauenhilfe und Zeitzeugin

Elona Müller, Stadt Potsdam

Einführung in die Ausstellung:

Maria Schultz, Gedenk- und Begegnungsstätte Leistikowstraße


Veranstaltungsort:

Evangelisches Zentrum für Altersmedizin

Weinbergstraße 18/19, 14469 Potsdam

(29. Oktober 2010 bis 31. März 2011)

Öffnungszeiten: täglich von 10 bis 18 Uhr

Eintritt frei

Anmeldung zur Ausstellungseröffnung erbeten: Tel. 0331-2011540, mail@remove-this.gedenkstaette-leistikowstrasse.de

Online-Ausstellung (ab 28. Oktober 2010):

www.gedenkstaette-leistikowstrasse.de