Die Reichsbahn und die Juden während der „Friedensjahre“ 1933 – 1939

Vortrag/Vorlesung
5. Mai 2011
18:00 - 00:00 Uhr
Ort: Deutsches Technikmuseum, Trebbiner Straße 9, 10963 Berlin, Vortragssaal
Veranstalter: Deutsches Technikmuseum

Vorträge im Deutschen TechnikmuseumReihe Verkehrsgeschichte



Die Reichsbahn und die Juden während der „Friedensjahre“ 1933 – 1939

Dr. Alfred Gottwaldt,Oberkustos im Deutschen Technikmuseum

Nicht erst im Holocaust, sondern bereits bald nach Hitlers Machtantritt begann die Einordnung der Deutschen Reichsbahn in die Judenpolitik des Dritten Reiches: Entlassung ihrer jüdischen Eisenbahnbeamten, Boykott jüdischer Lieferanten, Arisierung von Grundstücken aus jüdischem Besitz und Diskriminierung jüdischer Fahrgäste kenn-zeichneten schon die Jahre vor dem Zweiten Weltkrieg bei der Staatsbahn unter ihrem Generaldirektor Julius Dorpmüller.


Hinzu kamen schon zu Friedenszeiten zahlreiche Transporte in die frühen Konzentrationslager sowie erste Deportationen polnischer und deutscher Juden vor und nach dem 9. November 1938, nicht zu vergessen zahllose Sonderzüge in die Emigration.

Der Vortrag beschreibt diese historischen Fakten aufgrund jüngster Forschungen und skizziert dabei eine Reihe von Biographien. Er geht vielen Details antisemitischer Vorgänge bei der Eisenbahn vor dem 1. September 1939 nach, die sich nur als Wurzeln des späteren Unheils begreifen lassen.

Veranstaltungsort: Deutsches Technikmuseum, Trebbiner Straße 9, 10963 Berlin, Vortragssaal

Verkehrsverbindungen: U-Bahnhof Gleisdreieck, U-Bahnhof Möckernbrücke