Die Zeugen Jehovas setzten während er NS-Zeit immer wieder ein Zeichen gegen den vorherrschenden Antisemitismus in der Gesellschaft, indem sie als Juden verfolgten Personen halfen.
Christoph Wilker hat dazu intensiv recherchiert und seine Ergebnisse in dem Buch “Die unbekannten Judenhelfer” veröffentlicht, das 2024 in einer zweiten, erweiterten Auflage erschien. Christoph Wilker begleitet seit den 1990er Jahren Forschungs- und Gedenkprojekte zur NS-Zeit. 2017/18 bereitete er im Auftrag von Prof. Dr. Winfried Nerdinger in Kooperation mit dem NS-Dokumentationszentrum München eine Sonderausstellung über Verfolgung und Widerstand der Zeugen Jehovas vor, die dort von September 2018 bis Januar 2019 zu sehen war und seitdem als Wanderausstellung eingesetzt wird.
"In dem Buch “Die unbekannten Judenhefer” sind Berichte von Zeugen Jehovas zusammengetragen, die - spät genug- ein helles Licht auf einen weithin unbekannten Aspekt der Hilfe für Juden und deren Rettung werfen", schreibt der international anerkannte Historiker und Antisemitismusforscher Prof. Dr. Wolfgang Benz in seinem Geleitwort zum Buch.
Nach der Vorstellung des Buches werden im Gespräch die Besonderheiten und offenen Fragen erörtert.
Moderation: Dr. Simone Ladwig-Winters