Von April 1945 bis 1951 wurde das frühere KZ-Gelände in Moringen als Sammelstelle und Wohnort für die befreiten Zwangsarbeiter*innen in der Region genutzt. Die Menschen – überwiegend aus Osteuropa – gestalteten in den früheren KZ-Baracken einen Neuanfang mit Hochzeiten, Geburten, einer Schule und Schule und erweiterte Ausbildung in der Region. Alles bestimmend war die Frage nach einer möglichen Rückkehr oder Auswanderung.
Für die Stadtbevölkerung waren die verschleppten und traumatisierten Menschen Fremde. Das Lager wurde als Ort der Kriminalität und diffamiert und „Schandfleck“ für das Stadtbild dargestellt.
In seinem Vortrag gibt Stefan Wilbricht Einblicke in den aktuellen Forschungsstand zum DP-Lager in Moringen.
Der Eintritt zur Ausstellung und zur Führung ist frei, um eine Spende wird gebeten