Vortrag zum 66. Todestag
Am Abend des 8. April 1945 begann im KZ Flossenbürg das von NS-Stellen angeordnete Schnellverfahren gegen Dietrich Bonhoeffer und andere Widerstandskämpfer, das wenige Stunden später mit deren Hinrichtung endete. Als Todesort von Bonhoeffer wurde Flossenbürg zu einem wichtigen Erinnerungsort. Kirchliche Gruppen pflegten dort schon früh das Gedenken an den evangelischen Theologen und Märtyrer – und setzten sich später für eine würdige Gestaltung der KZ-Gedenkstätte ein. Das Bonhoeffer-Gedenken überlagerte dabei aber zeitweise die Erinnerung an die anderen etwa 100.000 Gefangenen.
Dr. Jörg Skriebeleit, Historiker, Leiter der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg