Vom 18. August - 18. September 2011 zeigt die Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz (LpB) in der Gedenkstätte KZ Osthofen (Ziegelhüttenweg 38) die Doppel-Ausstellung "Eine Region im Schatten des Westwalls - 1940 und heute".
Nach der Begrüßung durch Dr. Dieter Schiffmann, Direktor der LpB, sprechen bei der Ausstellungseröffnung am Montag, dem 17. August 2011 um 18.00 Uhr, Harald Bratz, Stadtbürgermeister der Verbandsgemeinde Bad Bergzabern, und Rolf Ulshöfer, Leiter des Stadtmuseums Bad Bergzabern, Grußworte. Rolf Übel, Archivar der VG Bad Bergzabern, führt dann in die erste Ausstellung "Die Südpfalz 1938 bis 1940" ein, Dr. Simone Schneider vom Projekt "Grüner Wall im Westen" des BUND Rheinland-Pfalz stellt die zweite Ausstellung "Grüner Wall im Westen" vor.
Die Doppelausstellung im NS-Dokumentationszentrum Rheinland-Pfalz/Gedenkstätte KZ Osthofen (Ziegelhüttenweg 38) befasst sich mit dem Westwall und den langen Schatten, die er bis heute wirft.
Sie beinhaltet erstens die Ausstellung "Die Südpfalz 1938 bis 1940", die insbesondere die Lebensbedingungen der Menschen in den Dörfern und Städten im Westwallbereich vor Kriegsbeginn darstellt und die Evakuierung und den Arbeitsalltag der Westwallarbeiter und Reichsarbeitsdienstmänner im Rahmen der sog. "Arbeitsbewirtschaftung" zeigt. In der Ausstellung werden u.a. Arbeiten von Westwallmalern präsentiert, die im Auftrag der NS-Regierung die Dörfer im Westwallbereich malten oder zeichneten.
Die zweite Ausstellung "Grüner Wall im Westen" informiert über die naturschutzfachliche Bedeutung des ehemaligen Westwalls mit seinen Bunkerruinen, Stollen, Höckerhindernissen und Panzergräben. Nach dem Zweiten Weltkrieg gerieten die Betonbauten weitgehend in Vergessenheit und die Natur eroberte sie zurück. Wie auf einer Perlenschnur aufgereiht bilden die Bunkeranlagen eine Kette kleiner Biotopinseln: ein "Grüner Wall im Westen", der einen umfassenden Biotopverbund bildet. Heute siedelt dort eine vielgestaltige Pflanzen- und Tierwelt, darunter befinden auch zahlreiche gefährdete Arten.
Die Öffnungszeiten der Doppelausstellung:
Mo, Di, Do, Fr: 9 - 13 und 14 - 17 Uhr, Mi: 9 - 12 Uhr An Wochenenden und Feiertagen: 13 - 17 Uhr Gruppen werden um vorherige Anmeldung gebeten.