Die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN) hat im Rahmen ihrer Jahrestagung 2010 in einer Gedenkveranstaltung den Opfern der Psychiatrie im Nationalsozialismus gedacht. Die Fachgesellschaft bat in der Veranstaltung alle Opfer und ihre Angehörige um Verzeihung für das Unrecht und Leid, das ihnen von deutschen Verbänden und deren Psychiatern in der Zeit des Nationalsozialismus zugefügt wurde. Die Reden der Veranstaltung sind nun in einer Buchpublikation „Psychiatrie im Nationalsozialismus – Erinnerung und Verantwortung“ veröffentlicht worden.
Im Rahmen der Gedenkveranstaltung hatte die DGPPN darüber hinaus angekündigt, ein Zeichen setzen zu wollen: Die Fachgesellschaft möchte über das Leid der Opfer der Psychiatrie im Nationalsozialismus informieren und ihnen ein anhaltendes, würdiges Gedenken schaffen. Gemeinsam mit der Bundesärztekammer und weiteren namhaften Verbänden der deutschen Ärzteschaft ruft die Fachgesellschaft deshalb eine Spendenaktion ins Leben, die u.a. Gelder für ein Ausstellungprojekt zur Praxis der Psychiatrie im Nationalsozialismus – und insbesondere zu den Opfern und Tätern der „Aktion T4“ – einwerben soll. Im Rahmen einer
Auftaktveranstaltung mit anschließendem Empfang
am Freitag, den 30. September 2011, um 10.00 Uhr,
Stiftung Topographie des Terrors, Niederkirchnerstraße 8,
10963 Berlin
möchten wir Ihnen gerne die Publikation vorstellen sowie Sie über unsere Spendenaktion informieren. Referenten und Themen der Veranstaltung:
• Begrüßung und Moderation
Prof. Dr. med. Peter Falkai,
Präsident DGPPN
• Psychiatrie im Nationalsozialismus
Prof. Dr. Hans-Walter Schmuhl,
Leiter des Forschungsprojekts zur Aufarbeitung der Geschichte der DGPPN
• Erinnerung und Verantwortung – Initiativen der DGPPN
Prof. Dr. med. Dr. rer. soc. Frank Schneider
Past President DGPPN
• Unterstützung der deutschen Ärzteschaft
Dr. med. Frank Ulrich Montgomery
Präsident der Bundesärztekammer
• Tiergartenstraße 4: Gedenken und Dokumentation
Uwe Neumärker
Direktor der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas
Im Anschluss an die Auftaktveranstaltung besteht die Möglichkeit, um 12 Uhr an einer kostenfreien Führung durch die Ausstellung der Topographie des Terrors mit dem thematischen Schwerpunkt „Krankenmorde in der Zeit des Nationalsozialismus“ teilzunehmen.
Wir würden uns freuen, Sie zur Auftaktveranstaltung persönlich begrüßen zu können. Um besser planen zu können, möchte wir Sie bitten, sich verbindlich bis zum Dienstag, den 27. September 2011, anzumelden unter: http://www.dgppn.de/spendenaufruf/auftaktveranstaltung.html