Einladung zur Stadtführung „Zwischen Heimat und Verfolgung. Helmut und Richard Sonnenfeldt – eine Kindheit in Gardelegen vor 100 Jahren“

Führung/Exkursion
19. Mai 2026
15:00 Uhr
Ort: Post-Parkplatz, Gardelegen
Veranstalter: Gedenkstätte Feldscheune Isenschnibbe Gardelegen

Im Mittelpunkt steht die Kindheit von Helmut und Richard Sonnenfeldt, die in den 1920er und 1930er Jahren in Gardelegen aufwuchsen. Familie Sonnenfeldt praktizierte als anerkannte Arztfamilie in der Hansestadt und nahm selbstbewusst am jüdischen Gemeindeleben teil. Richard und Helmut erfuhren eine strenge, aber fröhliche Erziehung. Mit dem Aufstieg des Faschismus änderte sich das Leben der Brüder massiv. Die Familie wurde als jüdisch markiert und verfolgt. Boykott, Beleidigungen, Ausschluss aus dem Alltagsleben und schließlich Flucht: 1938 konnten die Brüder nach England in ein Internat übersiedeln, später in die USA. Auch die Eltern konnten über den Atlantik fliehen.  

Anhand von Original-Quellen (Büchern, Briefen, Interviews u.a.) hat die AG Stolpersteine wichtige Lebensstationen der Brüder Sonnenfeldt in Gardelegen identifiziert und wird die Erinnerungen von Helmut und Richard entlang der Route teilen.

Mit dieser Führung möchten die Schülerinnen und Schüler Geschichte sichtbar machen und einen Einblick in ihren Alltag vor einem Jahrhundert geben.

Treffpunkt ist der Post-Parkplatz, das Ende der ca. 60 bis 90-minütigen Führung bildet der Holzmarkt. Interessierte sind herzlich eingeladen, gemeinsam auf eine bewegende Zeitreise durch Gardelegen zu gehen.

Die Veranstaltung ist Teil des Begleitprogramms zur Wechselausstellung „Als Jüd:innen markiert und verfolgt“, die bis zum 03. Juli 2026 (verlängert!) in der Gedenkstätte zu sehen ist. Die Lebensgeschichte von Richard Sonnenfeldt wird in der Ausstellung näher beleuchtet.