Einweihung Gedenkstelen am Roten Berg

Gedenkveranstaltung
8. Mai 2026
11:00 Uhr
Ort: Ecke Kellerhalde/Roter Berg
Veranstalter: Dokumentationszentrum Oberer Kuhberg e.V.

Der Rote Berg westlich von Söflingen war in den 1930er und 1940er Jahren ein Ort, an dem Menschen in überfüllten Barackensiedlungen unter erbärmlichen Zuständen jenseits der „Volksgemeinschaft“ lebten: Als „asozial“ Stigmatisierte, Sinti und Roma, Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter*innen – ausgegrenzt, ausgebeutet und unterversorgt in sämtlichen Belangen. Erstmalig wurden am 27. Januar 2026 neue Forschungsergebnisse zu diesem zentralen Schauplatz der Stadtgeschichte präsentiert.

Zum Jahrestag der Befreiung vom Nationalsozialismus am 8. Mai werden nun drei Gedenkstelen auf der Grünfläche Ecke Kellerhalde/Roter Berg eingeweiht, um die neuen Erkenntnisse einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen und die Erinnerung vor Ort zu verankern. Die Inhalte wurden von DZOK, Stolpersteininitiative und den Stadtarchiven und Ulm/Neu-Ulm gemeinsam erarbeitet; die Stelen mit Unterstützung der Stadt Ulm errichtet.

Oberbürgermeister Martin Ansbacher, Mark Tritsch (Stolpersteininitiative) und Nicola Wenge (DZOK) liefern Hintergrundinformationen und bieten Anknüpfungspunkte zur Gegenwart. Ihre Reden werden musikalisch von Markus Munzer-Dorn umrahmt. Nach der offiziellen Einweihung gibt es – gerade auch für die Anwohner*innen – die Möglichkeit zum informellen Gespräch. 

Zusätzliche Informationen sind ab sofort auf dem Instagram- und Facebookaccount des DZOK unter „#ErinnerungRoterBerg“ und ab dem 8. Mai auf der Website dzok-ulm.de/erinnerungsstelen-am-roten-berg/ und dem Blog des Stadtarchivs abrufbar.