Der Umgang mit den Massengräbern am Leitenberg und dem ehemaligen Schießplatz bei Hebertshausen nach 1945 / Buchvorstellung
Deutschland tat sich schwer mit der Erinnerung an die Opfer des NS-Regimes und die Orte ihres Leidens. Dachau als Standort eines der ersten KZ bildete hier keine Ausnahme. Dies galt in besonderem Maße für die Erinnerungsorte, die außerhalb des Geländes der 1965 geschaffenen KZ-Gedenkstätte lagen: der KZ-Ehrenfriedhof auf dem Leitenberg, auf dem sich die Gräber von über 7400 Toten des KZ Dachau befinden, und der ehemalige SS-Schießplatz bei Hebertshausen, auf dem etwa 4000 Kriegsgefangene der sowjetischen Armee in den Jahren 1941/42 ermordet wurden. Die Studie von Kerstin Schwenke, die jetzt in der Reihe „Dachauer Diskurse“ veröffentlicht wird, untersucht den Umgang mit diesen beiden Orten von 1945 bis zur Gegenwart.
Kerstin Schwenke, Historikerin und Mitarbeiterin der KZ-Gedenkstätte Dachau, Kooperation: KZ-Gedenkstätte Dachau