Eröffnung der Ausstellung "trotzdem da!"

Ausstellung
3. September 2026
18:00 Uhr
Ort: Gedenkstätte in Osthofen, Ziegelhüttenweg 38
Veranstalter: Gedenkstätte Osthofen

Am Donnerstag, 3. September 2026 um 18 Uhr laden die Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz und der Förderverein Gedenkstätte Osthofen e.V. zur Eröffnung der Ausstellung „trotzdem da! Kinder aus verbotenen Beziehungen zwischen Deutschen und Kriegsgefangenen oder Zwangsarbeiter*innen“ der Gedenkstätte Lager Sandbostel in die Gedenkstätte KZ Osthofen ein.

 

Die Ausstellung widmet sich dem lange tabuisierten Thema der Verfolgung sogenannter verbotener Beziehungen. Sie zeigt das Schicksal der Kinder aus diesen Beziehungen und porträtiert die heute Erwachsenen.

 

Die deutsch- und englischsprachige Wanderausstellung ist eine Leihgabe der Stiftung Lager Sandbostel. Sie ist ein Projekt der Bildungsagenda NS-Unrecht von 11/2022 bis 12/2024, gefördert von der Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft (EVZ) und dem Bundesministerium der Finanzen (BMF). Mehr unter www.trotzdemda.de/die-ausstellung.

 

Die Ausstellung ist vom 3. September bis 27. Oktober 2026 in der Gedenkstätte in Osthofen (Ziegelhüttenweg 38) zu sehen. Eine Anmeldung zur Eröffnung ist erwünscht per E-Mail unter info@remove-this.ns-dokuzentrum-rlp.de oder telefonisch unter 06242-910810.

 

Zur Ausstellung

Im Verlauf des Zweiten Weltkrieges mussten rund 13 Millionen Kriegsgefangene und Zwangsarbeitende im Deutschen Reich arbeiten. Bei freundschaftlichen oder intimen Kontakten mit Deutschen konnten beiden Seiten hohe Strafen drohen. Sie reichten von Gefängnisstrafen über die Einweisung in ein Konzentrationslager bis zur Todesstrafe. Dennoch wurden Kinder aus solchen Beziehungen geboren.

Ihre Geschichten wurden lange tabuisiert. Sie sind wissenschaftlich wenig erforscht und in der Erinnerungskultur kaum präsent. Diese Ausstellung ist ihren Lebensgeschichten gewidmet.