Eröffnung: Menschenschicksale. Die deutsche Staatsangehörigkeit im "Dritten Reich". Einbürgerung - Widerruf - Aberkennung

25. Juli 2011
Ort: NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln
Veranstalter: NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln

Eine Veranstaltung zur Ausstellung Das Gesicht des Ghettos. Bilder jüdischer Photographen aus dem Ghetto Litzmannstadt 1940-1944


Das in Köln ansässige Bundesverwaltungsamt ist unter anderem für die Wiedereinbürgerung von Menschen zuständig, denen während der NS-Zeit ihre deutsche Staatsangehörigkeit aberkannt wurde. Anhand von Originalakten wird gezeigt, wie die Umsetzung der NS-Rassenideologie auch anhand des Staatsangehörigkeitsrechts seit 1933 vorangetrieben wurde. Schwerpunkt der Darstellung in der Ausstellung ist das Schicksal von prominenten Emigranten, darunter Willi Brandt, Albert Einstein und Herbert Wehner. Das „Gesetz über den Widerruf von Einbürgerungen und die Aberkennung der deutschen Staatsangehörigkeit“ vom 14. Juli 1933 zielte in erster Linie auf die Ausbürgerung von in der demokratischen Weimarer Republik eingebürgerten Juden und der in das Ausland geflohenen politischen Flüchtlinge, darunter vor allem Juden. Betroffen waren auch die im Deutschen Reich als „fremdrassig“ definierten Menschen, neben der jüdischen Bevölkerung die als „Zigeuner“ oder „Neger“ verfolgten Menschen. Bild: Aus der Ausstellung "Das Gesicht des Ghettos" im EL-DE-Haus. Copyright: Bundesarchiv, Bild Nr. 101I-133-0703-34 Die Dokumente spiegeln eindrücklich die bürokratische Sicht und die Täterperspektive wider. Auch die hier abgebildete Fotografie ist mit der Sicht eines amtlichen Betrachters entstanden. Sie wurde 1941 von dem Fotografen einer Propagandakompanie der Wehrmacht im Ghetto Litzmannstadt aufgenommen. „Menschenschicksale“ ergänzt die beiden Ausstellungen, die das NS-DOK anlässlich des 70. Jahrestages der Deportation von 2.000 Kölnerinnen und Kölnern in das Ghetto Litzmannstadt zeigt. Die Angehörigen der Deportierten, die ihr Leben durch Emigration oft erst in letzter Minute durch Flucht oder Auswanderung retten konnten, waren regelmäßig von der Entziehung ihrer Staatsangehörigkeit betroffen. Ort: Rathaus der Stadt Köln Eine Dokumentation des Bundesverwaltungsamtes nach Originalakten mit Unterstützung des NS-DOK

Gebühr: Eintritt frei

Treffpunkt: Rathaus, Spanischer Bau

Veranstalter: NS-Dokumentationszentrum