Esterwegen: Polizeigeschichte und Emslandlager

Tagung/Seminar/Workshop
5. Oktober 2025
14:00 - 17:00 Uhr
Ort: Hinterm Busch 1, 26897 Esterwegen
Veranstalter: Stiftung Gedenkstätte Esterwegen

Im August 1933 wurde der Polizeipräsident Otto Eggerstedt als sog. "Schutzhäftling" dem Konzentrationslager Esterwegen überstellt, als bekannter politischer Häftling wurde ihm das Leben schwer gemacht. Als sich unter den Wachen das Gerücht herumsprach, dass Eggerstedt möglicherweise zeitnah aus der Haft entlassen werden würde, erfolgte im Oktober 1933 die Erschießung „auf der Flucht“. Dabei handelte es sich nach derzeitigen Quellenstand um einen Racheakt von zwei Wachmännern.

Seit August 2024 zeigt die Gedenkstätte Esterwegen die Ausstellung „Ordnung und Vernichtung. Die Polizei im NS“. Die Ausstellung enthält umfassende polizeigeschichtliche Schwerpunkte, ausgehend von einem angestrebten Modernisierungsprozess der zuvor militärisch ausgerichteten Polizei im Deutschen Kaiserreich, hin zu einer demokratisch-republikanischen, bürgernahen Polizei der Weimarer Republik. Den historischen Schwerpunkt stellen die Rolle, Bedeutung und Entwicklung der Polizei im Nationalsozialismus dar.

Die Gedenkstätte Esterwegen bietet für die Besucherinnen und Besucher ein neues Bildungsformat an. Innerhalb eines 3-stündigen Programms wird ein angeleiteter Rundgang durch die Polizeiausstellung und die Erkundung des historischen Ortes des Konzentrations- und Strafgefangenenlagers Esterwegen angeboten. Der Schwerpunkt orientiert sich an der vielschichtigen Verknüpfung der Polizeigeschichte mit der Historie der Emslandlager, insbesondere dem Lager Esterwegen.

Die Teilnehmerzahl für das neue Bildungsformat ist auf 20 Personen begrenzt. Der Teilnahmebeitrag für Erwachsene beträgt 5 €, für Schüler/-innen/Studierende/Auszubildende/Jugendliche 3 €. 

Um eine Anmeldung unter info@remove-this.gedenkstaette-esterwegen.de wird gebeten.