Im Mittelpunkt stehen die 1.119 Frauen und 25 Kinder, die am 11. Februar 1950 im Kontext der Auflösung des Speziallagers in Sachsenhausen an die DDR übergeben und in die Strafanstalt Hoheneck verbracht wurden. Anhand von Fotos, Berichten und Erinnerungsstücken werden zwölf Frauen biografisch vorgestellt. Ihre Schicksale erzählen ein fast vergessenes Kapitel der Nachkriegsgeschichte, das von Verfolgung, Unrecht, Leid und Selbstbehauptung geprägt war.
Bei einem Podiumsgespräch mit Ausstellungskuratorin Katharina Gräb (Gedenk- und Begegnungsstätte Leistikowstraße Potsdam) berichten Annemarie Krause, die 1948 von der sowjetischen Besatzungsmacht verhaftet und über das Speziallager Sachsenhausen nach Hoheneck verbracht wurde, und Alexander Latotzky, der als Kleinkind mit seiner Mutter von Sachsenhausen nach Hoheneck gelangte, über ihre Hafterfahrungen. Das Gespräch wird von dem rbb-Kulturredakteur Harald Asel moderiert und zu einem späteren Zeitpunkt auf rbb24 Inforadio ausgestrahlt.