Kurator Oliver Gaida führt am Sonntag, 31. Mai 2026, um 14 Uhr durch die Ausstellung über die Verfolgung sogenannter „Asozialer“ im Nationalsozialismus / Anmeldung erbeten
Am Sonntag, den 31. Mai 2026 um 14 Uhr laden der Förderverein Projekt Osthofen e.V. und die Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz zur Führung durch die Sonderausstellung „Die Verleugneten. Opfer des Nationalsozialismus 1933 – 1945 – heute“ in die Gedenkstätte KZ Osthofen (Am Ziegelhüttenweg 38) ein. Durch die Ausstellung führt der Kurator Oliver Gaida von der Stifung Denkmal für die ermordeten Juden Europas.
Die Ausstellung erinnert an Menschen, die im Nationalsozialismus als „Asoziale“ und „Berufsverbrecher“ verfolgt wurden. Zwischen 1933 und 1945 griffen Behörden und Polizei gesellschaftliche Vorurteile auf. Sie kontrollierten, drangsalierten und beraubten Zehntausende ihrer Freiheit. Viele wurden ermordet. Die Bundesrepublik, die DDR und Österreich verweigerten den Betroffenen eine Entschädigung. Ihre Unrechtserfahrungen wurden verleugnet. Erst 2020 beschloss der Deutsche Bundestag ihre Anerkennung als Opfer des Nationalsozialismus.
Der Kurator Oliver Gaida forscht an der Humboldt-Universität zu Berlin und ist als wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas tätig. In seiner Forschung beschäftigt er sich mit der Verfolgung als „asozial“ stigmatisierter Jugendlicher im NS-Regime.
Die Sonderausstellung ist vom 22. April bis zum 19. Juni in der Gedenkstätte KZ Osthofen zu sehen.
Der Eintritt ist frei.
Eine Anmeldung wird erbeten unter Telefon 06242/910810 oder per E-Mail an info@ns-dokuzentrum-rlp.de.