Gedenk- und Begegnungsstätte Leistikowstraße zeigt MEMORIAL-Ausstellung "Von Potsdam nach Workuta"

9. Juli 2011
Ort: Gedenk- und Begegnungsstätte Leistikowstraße Potsdam
Veranstalter: Gedenk- und Begegnungsstätte Leistikowstraße Potsdam

Die Gedenk- und Begegnungsstätte Leistikowstraße Potsdam und MEMORIAL Deutschland e.V. präsentieren ab Samstag, 9. Juli 2011, im Besucherzentrum der Gedenkstätte die ehemalige Dauerausstellung "Von Potsdam nach Workuta" als Bildschirmpräsentation.


"Das gibt uns Gelegenheit, noch einmal die Ergebnisse unseres über zehnjährigen ehrenamtlichen Engagements zu zeigen", sagte Nina Happe, Vorstand von MEMORIAL. "Bis zur Eröffnung der neuen Dauerausstellung wird unsere virtuelle Präsentation die Führungen durch das Gefängnisgebäude ergänzen."


Die von MEMORIAL Deutschland e.V. erarbeitete Ausstellung war von 2000 bis 2006 im ehemaligen KGB-Gefängnis zu sehen und lockte Tausende von Besuchern an. Sie stellte neben Informationen zur Geschichte des Hauses und des sowjetischen Geheimdienst- und Lagersystems Häftlingsbiografien vor, die in enger Zusammenarbeit mit den Überlebenden rekonstruiert wurden.


Auf häufige Anfragen hin hat MEMORIAL eine Internetfassung der Ausstellung erstellt, die seit Mai 2011 unter www.von-potsdam-nach-workuta.de online besucht werden kann. Ein im Besucherzentrum installierter Bildschirm macht die digitale Ausstellung nun auch in der Gedenkstätte für die Besucher zugänglich.


"Ich freue mich, dass die Gedenkstätte die Ausstellung von MEMORIAL Deutschland e.V. jetzt dank der Unterstützung durch das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur zeigen kann", sagte Gedenkstättenleiterin Dr. Ines Reich heute in Potsdam. "Wir kommen damit einem vielfach geäußerten Wunsch von Zeitzeugen nach und greifen das bei der Werkstattwoche spürbare große Interesse an der Arbeit von MEMORIAL auf. Die digitale Version geht über die alte Ausstellung hinaus, indem sie um zwischenzeitlich von MEMORIAL recherchierte weitere Häftlingsbiografien ergänzt wurde. Der Nutzer kann auf diese Weise mehr als 60 Verfolgungsschicksale kennenlernen", sagte Reich weiter.


Die Gedenk- und Begegnungsstätte Leistikowstraße ist samstags und sonntags in der Zeit von 11 bis 17 Uhr geöffnet. Führungen durch das ehemalige Untersuchungsgefängnis sind während der Öffnungszeiten jeweils zur vollen Stunde möglich. Gruppen können die Gedenkstätte nach Anmeldung mittwochs besuchen.