Anlässlich des 81. Jahrestages des Massakers in der Isenschnibber Feldscheune lädt die Gedenkstätte Gardelegen gemeinsam mit der Hansestadt Gardelegen zu einer öffentlichen Gedenkveranstaltung mit Kranzniederlegung ein. Die Veranstaltung findet am Sonntag, dem 12. April 2026, ab 14:00 Uhr, auf dem Militärischen Ehrenfriedhof der Gedenkstätte statt.
Das diesjährige Gedenken steht unter dem Leitgedanken „Vergangenheit verstehen, Gegenwart prägen“. Im Mittelpunkt steht die Auseinandersetzung mit der fortdauernden Verantwortung, die sich aus den nationalsozialistischen Verbrechen ergibt, sowie die Frage, wie historische Erkenntnis in gegenwärtiges Handeln übersetzt werden kann. Die Gedenkveranstaltung verbindet dabei Formen des stillen Erinnerns mit Beiträgen, die unterschiedliche Perspektiven auf Geschichte, Gegenwart und gesellschaftliches Engagement eröffnen. Die Gedenkrede hält in diesem Jahr Jodi Breisler, Generalkonsulin für Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen am US-Generalkonsulat in Leipzig. Als Teilnehmende werden zudem internationale und nationale Gäste sowie Vertreterinnen und Vertreter der regionalen Zivilgesellschaft erwartet.
Musikalisch wird die Gedenkveranstaltung durch Beiträge der Familie Reuschel sowie des Männerchores „Eintracht“ 1881 e.V. Gardelegen gestaltet. Schülerinnen und Schüler aus Mieste und Gardelegen bringen sich mit eigenen Wortbeiträgen in das Programm ein. Ein geistlicher Beitrag der Evangelischen Kirchengemeinde Gardelegen ergänzt die Veranstaltung.
Die Gedenkstätte Gardelegen erinnert am historischen Tatort an das Massaker vom 13. April 1945, bei dem 1.016 KZ-Inhaftierte aus Mittelbau und Neuengamme ermordet wurden – eines der größten Verbrechen der NS-Todesmärsche. Auf Befehl der US-Armee errichtete die Stadtbevölkerung einen Ehrenfriedhof, der heute Teil der Gedenkstätte ist.
Mit der Teilnahme erklären sich alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer damit einverstanden, dass während der Veranstaltung Foto- und Filmaufnahmen gemacht werden, die in den Medien sowie auf den Internet- und Social-Media-Seiten der Gedenkstätte veröffentlicht werden können.
Die Teilnahme an der Gedenkveranstaltung ist kostenlos und ohne vorherige Anmeldung möglich.