Elsa und ihr Bruder Johannes Jacobsohn waren jüdischen Glaubens. Sie wohnten in der Bötzowstraße 28. Die Wohnung in diesem Haus war ihre letzte frei gewählte Anschrift. Dort wurden im November 2023 für sie Stolpersteine verlegt. Die Enkeltochter von Johannes Jacobsohn und Großnichte von Elsa Jacobsohn, Lisa Fox, die in den USA lebt, konnte 2023 nicht zur Verlegung nach Berlin kommen. Lisa Fox wird Ende Oktober in Deutschland auf den Spuren ihrer Familie unterwegs sein. Aus diesem Anlass findet an den Stolpersteinen für Johannes und Elsa Jacobsohn in der Bötzowstraße 28 eine Gedenkveranstaltung statt. Johannes Jacobsohn wurde am 23. Januar 1890 in Schmiegel bei Posen geboren, lebte nach dem Ersten Weltkrieg in Berlin, absolvierte eine Ausbildung als Kantor und wurde 1930 Oberkantor der Jüdischen Gemeinde. Die Tochter und die Ehefrau von Johannes Jacobsohn konnten sich 1938/1939 nach England retten. Er selbst wurde 1938 verhaftet und zu einem Jahr Haft verurteilt. Eine Auswanderung gelang nicht mehr. Am 27. Mai 1942 wurde er von der Gestapo verhaftet und am 28./29. Mai im KZ Sachsenhausen mit 249 weiteren jüdischen Männern erschossen. Elsa Jacobson, geb. 1881, unverheiratet, lebte ebenfalls seit den 1920er Jahren in Berlin, vermutlich die ganze Zeit in der Bötzowstraße 28 bei einer Cousine. Sie wurde am 5. Juni 1942 nach Theresienstadt deportiert. Sie starb bereits am 22. Juni 1942, die Umstände ihres Todes sind unklar.