Gedenkveranstaltung für die Opfer des NS-Völkermordes an den Sinti und Roma

Gedenkveranstaltung
18. Dezember 2025
10:00 Uhr
Ort: Platz vor dem Neuen Museum, Straße der Nationen 22, 16515 Oranienburg
Veranstalter: Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen

Anlässlich des 83. Jahrestags des „Auschwitz-Erlasses“ von Heinrich Himmler gedenken der Zentralrat Deutscher Sinti und Roma und die Gedenkstätte Sachsenhausen am Donnerstag, 18. Dezember 2025, um 10.00 Uhr der Opfer des nationalsozialistischen Völkermordes an Sinti und Roma. Bei der Gedenkveranstaltung am zentralen Gedenkort „Station Z“ sprechen Axel Drecoll (Direktor der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten), David Kolesnyk (Staatssekretär in der Staatskanzlei des Landes Brandenburg) und Romani Rose (Vorsitzender des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma). Schülerinnen und Schüler des F.F. Runge Gymnasiums in Oranienburg werden Textpassagen aus Erinnerungsberichten von verfolgten Sinti und Roma vortragen. Anschließend findet eine Kranzniederlegung statt.

Der „Auschwitz-Erlass“ vom 16. Dezember 1942 schuf die Grundlage für die Deportation von Sinti und Roma aus ganz Europa in das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau. Mehrere hunderttausend Sinti und Roma wurden im Rahmen des mit dem Romanes-Begriff Porajmos bezeichneten Völkermordes in Zwangslagern und durch Einsatzgruppen von den Nationalsozialisten ermordet. Im KZ Sachsenhausen waren zwischen 1936 und 1945 mehr als 1.000 Sinti und Roma inhaftiert.