In der Nacht vom 8. zum 9. November 1938 wurden in Guxhagen das Innere der Synagoge zerstört, jüdische Einwohner misshandelt und deren Wohnungen verwüstet. Anschließend wurden mehrere jüdische Männer aus Guxhagen im Konzetrationslager Buchenwald inhaftiert. Drei Jahre später begannen die Deportationen der jüdischen Bevölkerung, in deren Verlauf zahlreiche jüdische Einwohner Guxhagens in Ghettos und Vernichtungslager deportiert und ermordet wurden.
Um an das damalige Geschehen und das Schicksal der Verfolgten zu erinnern, möchten die Gemeinde Guxhagen, die evangelische Kirchengemeinde und die Gedenkstätte Breitenau Sie zu einer gemeinsamen Gedenkfeier einladen. Außerdem möchten wir an die Einweihung der Gedenktafel an der ehemaligen Synagoge vor 25 Jahren erinnern, mit der das öffentliche Gedenken an das Schicksal der verfolgten und ermordeten Juden Guxhagens begann. Nach einer Begrüßund durch Herrn Bürgermeister Edgar Slawik sowie den Vorsitzenden der Gemeindevertretung, Herrn Gerhard Kakalick, wird Dr. Gunnar Richter, Leiter der Gedenkstätte Breitenau, anhand von Lichtbildern auf die Einweihung der Gedenktafel vor 25 Jahren eingehen und einen Überblick über die seit dieser Zeit erfolgte Entwicklung der Erinnerung an das Schicksal der Guxhagener Jüdinnen und Juden geben. Zum Abschlusswird Frau Pfarrerin Ulrike Grimmel-Kühl einige besinnliche Texte vortragen. Musikalisch umrahmt wird die Gedenkstunde mit jiddischer Musik von Renate und Roland Häusler.