Unter dem Titel "Wir sind ja zu so vielen Massenaufmärschen gerannt ..." lädt die Gedenkstätte Sachsenhausen am Donnerstag, 30. Juni 2011, um 18.30 Uhr zu einer Gesprächsrunde ein. Zeitzeugen und Akteure aus Oranienburg werden über ihre Erfahrungen mit der Nationalen Mahn- und Gedenkstätte Sachsenhausen in der Zeit der DDR sprechen. Die Veranstaltung ist die erste von drei Gesprächsrunden zum Verhältnis der Stadt Oranienburg und ihrer Einwohner zu "ihrer" Gedenkstätte anlässlich der Sonderausstellung "Sachsenhausen mahnt!", die noch bis Ende Oktober an die Eröffnung der Gedenkstätte vor 50 Jahren erinnert.
Teilnehmer der Gesprächsrunde sind Dr. Fritz Baumgardt (ehemaliger Schüler der Runge Oberschule), Hans Biereigel (Direktor der Nationalen Mahn- und Gedenkstätte Sachsenhausen 1975-1986), Alfons Bunk (Pfarrer der katholischen Kirchengemeinde "Herz Jesu" Oranienburg 1984-2004), Christa Gudzent (ehemalige Lehrerin der Runge Oberschule), Werner Liedtke (Leiter der Aktion Sühnezeichen/ Friedensdienste in der DDR 1983-1990) und Heinz Vietze (1. Sekretär der SED-Kreisleitung Oranienburg 1984-1989). Moderiert wird das Gespräch von Dr. Thomas Schaarschmidt (Historiker am Zentrum für zeithistorische Forschung Potsdam). Nach der Begrüßung durch Stiftungsdirektor Prof. Dr. Günter Morsch wird zunächst ein kurzes Filmdokument von der Eröffnung der Gedenkstätte am 23. April 1961 gezeigt, das die Oranienburgerin Ursula Kilian gefilmt hat. Der Eintritt ist frei.
Donnerstag, 30. Juni 2011, 18.30 Uhr
"Wir sind ja zu so vielen Massenaufmärschen gerannt ..." – Oranienburg und die Nationale Mahn- und Gedenkstätte Sachsenhausen
Gesprächsrunde mit Akteuren und Zeitzeugen
Besucherinformationszentrum
Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen, Straße der Nationen 22
Rahmenprogramm der Sonderausstellung "'Sachsenhausen mahnt!' Die Eröffnung der Nationalen Mahn- und Gedenkstätte vor 50 Jahren im Schatten des Kalten Krieges" (Neues Museum, bis 30. Oktober 2011)