Am 17. September 1939 marschierte die Rote Armee in die östlichen Gebiete der Zweiten Polnischen Republik ein. Anlässlich des Jahrestages möchten wir Sie in Kooperation mit dem Deutsch-Polnischen Haus herzlich zu folgender Abendveranstaltung einladen: Geteilte Geschichte, getrennte Erinnerungen? Sowjetische Deportationen aus polnischen Gebieten. Eine Kooperation mit dem Deutsch-Polnischen Haus. Die Podiumsdiskussion widmet sich den Deportationen aus den besetzten polnischen Gebieten in entlegene Regionen der Sowjetunion und ihrer historischen Einordnung. Im Mittelpunkt stehen die Erfahrungen der Betroffenen und deren Nachwirkungen aus polnischer, ukrainischer und jüdischer Perspektive. Die Diskussion fragt, wie persönliche und familiäre Erinnerung, wissenschaftliche Forschung und offizielle Geschichtsnarrative miteinander verwoben sind, sich gegenseitig beeinflussen oder einander widersprechen.
Es diskutieren:
Dr. Markus Nesselrodt (Europa-Universität Viadrina, Frankfurt (Oder))
Daria Reznyk (Leibniz-Institut für Geschichte und Kultur des östlichen Europas (GWZO), Leipzig und NGO » After Silence«, Lviv)
Prof. Dr. Małgorzata Ruchniewicz (Universität Wrocław)
Moderation: Dr. Agnieszka Wierzcholska (Sciences Po Centre for History, Paris).
Die Veranstaltung findet mit deutsch-polnischer Simultanübersetzung statt. Der Eintritt ist frei. Um Anmeldung wird gebeten unter kontakt(at)museum-karlshorst.de.