Ein „Großbetrieb der Barmherzigkeit“ wollten die ev. Bodelschwinghschen Anstalten nie sein. Doch hatten sie sich bis Ende der 1920er Jahre zu einer der größten Fürsorgeeinrichtungen in Deutschland entwickelt. Der Vortrag stellt ein Buch vor, dass anhand von Patientenakten eine Alltagsgeschichte der Menschen mit Epilepsie, mit Behinderungen und psychischen Erkrankungen beschreibt. Quantitative Angaben und Patientenschicksale während der Zeit des Nationalsozialismus stehen im Mittelpunkt Dabei werden Themen wie die Versorgung, der Pflege und der medizinischen Behandlung der in Bethel untergebrachten Menschen, die Hinwendung der Anstaltsvertreter zum Nationalsozialismus, die Beteiligung an Zwangssterilisationen, die Abwehrversuche gegen die „Euthanasie“ und die erhöhte Sterblichkeit im Krieg und in der Nachkriegszeit sowie der Umgang mit NS-Tätern gestreift. Um Anmeldung unter info@zellentrakt.de wird gebeten.