Gute Geschäfte? Podiumsgespräch zum Kunsthandel in Berlin heute vor dem Hintergrund der NS-Geschichte
laden wir Sie und Euch herzlich ein.
Der Kunsthandel war im Dritten Reich staatlich gelenkt, seine Vermittlertätigkeit zwischen Künstlern und Sammlern nicht mehr dem Markt, sondern Vorgaben der nationalsozialistischen Diktatur unterworfen - und auch den "persönlichen" Vorlieben einiger Parteifunktionäre.
Wie haben Galerien und Auktionshandel ihre vormals unabhängige Position wiedergewonnen? Seit wann gibt es Ansätze zu einer Provenienzforschung, wie lange setzte man auf das stillschweigende Einverständnis jener Sammler, die auch Kunstwerke mit zweifelhafter Herkunft kauften?
Diese und andere Fragen werden am Donnerstag, 30. Juni um 19 Uhr Tilman Bassenge (Bassenge Kunst- und Buchauktionen, Berlin), Dr. Uwe Hartmann (Arbeitsstelle für Provenienzrecherche, Institut für Museumsforschung der Staatlichen Museen zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz), Dr. Meike Hoffmann (Freie Universität Berlin, Forschungsstelle „Entartete Kunst“) und Wolfgang Wittrock (Wolfgang Wittrock Kunsthandel / Ferdinand-Möller-Stiftung) diskutieren. Moderiert wird das Gespräch von Jochen Stöckmann (freier Journalist, u. a. Deutschlandradio Kultur).
Die Veranstaltung findet im Rahmen der Ausstellung „Gute Geschäfte. Kunsthandel in Berlin 1933-1945“ des Aktiven Museums statt, die noch bis zum 31. Juli 2011 in der Stiftung Neue Synagoge – Centrum Judaicum zu sehen ist.
Gute Geschäfte? Kunsthandel in Berlin heute vor dem Hintergrund der NS-Geschichte
Tilman Bassenge
Dr. Uwe Hartmann
Dr. Meike Hoffmann
Wolfgang Wittrock
Moderation: Jochen Stöckmann
Donnerstag, 30. Juni 2011, 19 Uhr
Ort: Kunststiftung Poll, Gipsstraße 3, 10119 Berlin
Unkostenbeitrag: € 3.-