Der Einzug der nationalsozialistischen Ideologie in alle Lebensbereiche forderte eine Hinwendung zur „heimischen Kunst“. Moderne Kunst wurde dagegen aus den Sammlungen der Museen entfernt, verkauft, vernichtet und 1937 in der Propagandaausstellung „Entartete Kunst“ desavouiert. NS-konforme Kunst musste ideologisch verwertbar sein. So forderte das Rassenpolitische Amt der NSDAP z.B. 1937 Künstler auf, Familien mit wenigstens vier Kindern darzustellen, um so auf die Bevölkerungspolitik Einfluss zu nehmen - Hitler brauchte Soldaten. In diesem ideologischen Umfeld wirkten regionale Künstler wie der Osnabrücker Holzschneider Fritz Röhrs (1896–1959). Sein Werk und dessen Wirkung bis in die jüngste Gegenwart wird näher vorgestellt.
Referentin: Hilde Schreiner, Damme
Eintritt frei