Präsentation des neuen Jahrbuchs für Politik und Geschichte
Das Konzept des Jahrbuchs für Politik und Geschichte
Dr. Claudia Fröhlich, Berlin, und Dr. Harald Schmid, Kiel
Historische Gerechtigkeit – Anmerkungen zu einem geschichtspolitischen Problem
Prof. Dr. Peter Steinbach, Mannheim
Historische Gerechtigkeit? Deutsche Bemühungen um „Wiedergutmachung“ und Opferausgleich nach 1945
Dr. Kerstin von Lingen, Heidelberg
Topographie des Terrors Auditorium
Niederkirchnerstraße 8, Berlin-Kreuzberg
– Eintritt frei –
Die regulative Idee historischer Gerechtigkeit hat sich zu einem Zentralthema des 20. und beginnenden 21. Jahrhunderts entwickelt: Weltkriege, Diktaturen, Genozide und Völkervertreibungen haben den Blick von Wissenschaft und Politik auf die „Opfer der Geschichte“ und die Bearbeitung der Folgen belastender Vergangenheit gelenkt. Diesem Thema widmet sich die erste Ausgabe des neuen Jahrbuchs für Politik und Geschichte (2010), heraus-gegeben von Claudia Fröhlich, Horst-Alfred Heinrich und Harald Schmid. Als Peer-reviewed-Periodikum bündelt das Jahrbuch die vielfältigen, disziplinübergreifenden Untersuchungen zu den Forschungsfeldern Geschichtspolitik und Erinnerungskultur. Am Beispiel des Umgangs mit der NS-Herrschaft, dem Stalinismus, dem Algerien- sowie dem Vietnamkrieg stellt der Band Gerechtigkeitsvorstellungen und -praxen verschiedener politischer Systeme und Akteure vor.
Claudia Fröhlich, 1971 geboren, ist Politikwissenschaftlerin und war bis 2009 wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Forschungsstelle Widerstandsgeschichte der Gedenkstätte Deutscher Widerstand und am Otto-Suhr-Institut der Freien Universität Berlin. Ihre Forschungsschwerpunkte sind die Geschichte des Widerstands und politische Kulturforschung.
Kerstin von Lingen, 1971 geboren, ist Historikerin am Exzellenzcluster „Asia and Europe in a Global Context“ der Universität Heidelberg und wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Deutsch-Italienischen Historikerkommission. Seit 2006 ist sie als Gutachterin der Staatsanwaltschaft in NS-Prozessen tätig. Ihre Forschungsschwerpunkte sind u.a. Kriegsverbrechen im Zweiten Weltkrieg in Italien, Erinnerungskultur und Schuldfrage.
Harald Schmid, 1964 geboren, ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Historischen Seminar der Universität Kiel. Zu den Forschungsschwerpunkten des Politikwissenschaftlers und Zeit-historikers gehören die Aufarbeitung staatskrimineller Vergangenheiten sowie die Geschichte der BRD und DDR.
Peter Steinbach, 1948 geboren, ist Professor für Neuere und Neueste Geschichte an der Universität Mannheim, Wissenschaftlicher Leiter der Gedenkstätte Deutscher Widerstand in Berlin und Vorsitzender des Internationalen Beirats der Stiftung Topographie des Terrors. Er gehört dem Wissenschaftlichen Beirat des neuen Jahrbuchs für Politik und Geschichte an