Zum Zeitzeugengespräch mit Hana Klein laden wir ein:
Mittwoch, 18. Mai 2011, 19 Uhr im Besucherzentrum der KZ-Gedenkstätte Dachau, Pater-Roth-Straße 2a
Einführung durch Dr. Gabriele Hammermann, Leiterin der KZ-Gedenkstätte Dachau
Moderation durch Dr. Sabine Schalm
Es berichtet Hana Klein, Israel
Das Gespräch mit Hana Klein ist eine Begleitveranstaltung zur Sonderausstellung „Sie gaben uns wieder Hoffnung“ – Schwangerschaft und Geburt im KZ Außenlager Kaufering I. Hana Klein ist eines der sieben im Außenlager Kaufering I geborenen Babys. Das Gespräch findet auf Englisch statt und wird übersetzt.
Hana Kleins Mutter Dora Löwy (*1916) stammt aus einer ungarischen jüdisch-orthodoxen Familie. Im April 1944 muss sie in ein Ghetto umsiedeln und heiratet dort. Sie ist bereits
schwanger, als sie im Mai ohne ihren Mann nach Auschwitz deportiert wird. Ende Juli transportiert die SS Dora in den Kauferinger Lagerkomplex zur Zwangsarbeit. Dort bringt sie
Ende 1944 ihre Tochter Hana zur Welt.
Die erste Zeit nach der Befreiung verbringen Dora und Hana in US-Hospitälern in Bayern. Von Hanas Vater fehlt seit 1944 jede Spur. 1947 emigriert Dora mit Hana nach Palästina.
Aus dieser Zeit stammen Hanas erste bewusste Erinnerungen.
In Israel heiratet Dora wieder. Bis zu ihrem Tod 1987 spricht sie mit ihrer Tochter nicht über ihre traumatischen Erlebnisse in den nationalsozialistischen Konzentrationslagern.
Näheres erfährt Hana erst später von Miriam Rosenthal, die wie Dora im Lager Kaufering I ein Kind zur Welt brachte. Hana Klein und ihr Mann leben in Israel. Sie haben drei Kinder
und 16 Enkelkinder. Zur Eröffnung der Ausstellung „Sie gaben uns wieder Hoffnung“ vor einem Jahr kam Hana Klein erstmals nach Dachau und an ihren Geburtsort in der Nähe von
Kaufering. Bei dieser Gelegenheit lernte sie vier der anderen „Kauferinger Kinder“ kennen.