Eva Szepesi, geboren 1932 in Ungarn, überlebte als jüdisches Mädchen das Konzentrationslager Auschwitz. Sie ist eine der letzten noch lebenden Zeitzeuginnen des Holocaust. Seit vielen Jahren berichtet sie in Schulen, Medien und auf öffentlichen Veranstaltungen über ihre Kindheit, die Verfolgung durch die Nationalsozialisten und ihr Überleben. Ihr beeindruckendes Engagement gegen das Vergessen wurde vielfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Bundesverdienstkreuz.
Im Gespräch mit der Illustratorin Stephanie Lunkewitz stellt sie ein neues, außergewöhnliches Buchprojekt vor: ein Bilderbuch, das ihre Lebensgeschichte in eindrücklichen Bildern und behutsam erzählten Worten zugänglich macht – auch für junge Leserinnen und Leser. Die Illustrationen von Stephanie Lunkewitz schaffen dabei eine besondere Verbindung von historischer Erinnerung und künstlerischer Auseinandersetzung. Moderiert wird der Abend von Eberhard Schulz, ehemaliges Mitglied im Kuratorium der Evangelischen Versöhnungskirche. Die Veranstaltung bietet eine seltene Gelegenheit, einer Zeitzeugin des Holocaust persönlich zu begegnen, Fragen zu stellen und über neue Wege der Erinnerungskultur ins Gespräch zu kommen.