Im Zweiten Weltkrieg wurden millionenfach Zwangsarbeiter im Deutschen Reich, den verbündeten Ländern sowie in den von der deutschen Wehrmacht besetzten Gebieten eingesetzt und ausgebeutet. Die internationale Konferenz hat zum Ziel, aktuelle Forschungsergebnisse über den bisher wenig erforschten Einsatz von Zwangsarbeitern in Hitlers Europa vorzustellen.
Im Mittelpunkt der Konferenz steht die Wissensvermittlung über Zwangsarbeit in Gebieten außerhalb des Deutschen Reiches sowie zur Situation ehemaliger Zwangsarbeiter nach 1945. Internationale Referenten stellen länderspezifische Erscheinungsformen der Zwangsarbeit im Zweiten Weltkrieg vor. Ziel der Konferenz ist ein differenzierter Blick auf die NS-Zwangsarbeit als transnationale Erfahrung in der europäischen Geschichte.
Die Konferenz ist in zwei thematischen Foren organisiert: Zwangsarbeit im besetzten Europa und Erinnerungen an Zwangsarbeit nach 1945.
Programmübersicht
| 8.11.2010 | Anreise und Begrüßung |
| 9.11.2010 | Zwangsarbeit im besetzten Europa: Politik Organisation Zwangsarbeiter Achsenstaaten und Hilfsverwaltungen |
| 10.11.2010 | Erinnerungen an Zwangsarbeit nach 1945: Erinnerung an Zwangsarbeit im östlichen Europa Erinnerung an Zwangsarbeit in West- und Nordeuropa |
Die Konferenz wendet sich insbesondere an Wissenschaftler verschiedener Disziplinen, die zur Zwangsarbeit im Zweiten Weltkrieg forschen.
Wegen des begrenzten Platzkontingentes ist eine Anmeldung bis zum 1. Oktober 2010 erforderlich.
Die Stiftung EVZ fördert einmalig 13 internationale Forschungsprojekte, die verschiedene Aspekte der Zwangsarbeit untersuchen, die Menschen aus ganz Europa für das Deutsche Reich auch außerhalb seiner Grenzen leisten mussten. Die internationale Konferenz bietet abschließend die Möglichkeit, Forschungsergebnisse zu präsentieren und sich mit anderen Wissenschaftlern auszutauschen.
Die geförderten Forschungsprojekte befassen sich unter anderem mit Themen wie den Zwangsarbeitslagern für Juden im Distrikt Krakau, der Zwangsarbeit von nach Transnistrien deportierten Roma und den Zwangsarbeitserfahrungen belarussischer Opfer.
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