Das Rumänische Kulturinstitut „Titu Maiorescu“ Berlin organisiert in Zusammenarbeit mit der Botschaft von Rumänien in der Bundesrepublik Deutschland anlässlich des Internationalen Gedenktages für die Opfer des Holocaust die Podiumsdiskussion „Gespiegelte Gewalt: Kristallnacht (1938) und das Bukarester Pogrom (1941)“ sowie die Deutschlandpremiere des Dokumentarkurzfilms „Die Rebellion und das Pogrom“, realisiert von Adrian Cioflâncă und Teodora Drăgoi.
Die Veranstaltung findet am 3. Februar 2026 ab 18:00 Uhr in der Neuen Synagoge Berlin – Centrum Judaicum, Oranienburger Straße 28, 10117 Berlin, statt.
Auf dem Podium beteiligen sich Dr. Mariana Hausleitner, Historikerin und Hochschulprofessorin, Adrian Cioflâncă, Historiker und Direktor des Zentrums für die Erforschung der Geschichte der Juden in Rumänien „Wilhelm Filderman“, Dr. Ottmar Trașcă, Historiker und leitender wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Geschichte „George Barițiu“ der Rumänischen Akademie, sowie Andrei Kovacs, Präsident der Vereinigung „Jüdisches Leben in Europa e. V.“
In diesem Jahr jähren sich die Kristallnacht zum 88. Mal und das Bukarester Pogrom zum 85. Mal. Beide Ereignisse stellten entscheidende Etappen in der Eskalation antisemitischer Gewalt in Deutschland und Rumänien dar und waren Teil einer breiteren Gewaltspirale, die im Holocaust gipfelte.
Das diesjährige Gedenken bietet eine wichtige Gelegenheit zur Reflexion darüber, wie Gewalt gegen Juden normalisiert, imitiert und verbreitet wurde – nicht nur in diesen beiden Ländern, sondern in ganz Europa, insbesondere in Zeiten politischer und gesellschaftlicher Krisen. Die Podiumsdiskussion verfolgt einen vergleichenden Ansatz zu diesen beiden prägenden historischen Momenten in Deutschland und Rumänien – der Kristallnacht und dem Bukarester Pogrom – und beleuchtet die sozialen, politischen und ideologischen Mechanismen, die zur Entstehung des Holocaust führten.
Im Rahmen der Veranstaltung wird der Dokumentarkurzfilm „Die Rebellion und das Pogrom“ gezeigt (2026), eine Produktion der Redaktion „Andere Minderheiten“ des Rumänischen Fernsehens (Produzent: Boris Velimirovici). Der Film entstand in einer Kooperation zwischen dem Historiker Adrian Cioflâncă und der Chefredakteurin Teodora Drăgoi.
Der Dokumentarfilm greift auf einen Bestand an in Archiven bewahrten dokumentarischen Materialien und Fotografien zurück und ergänzt eine bislang überwiegend über anonyme kollektive Akteure erzählte Geschichte um individuelle Gesichter und persönliche Geschichten.
Die Veranstaltung wird organisiert in Partnerschaft mit dem Zentrum für die Erforschung der Geschichte der Juden in Rumänien – „Wilhelm Filderman“, dem Institut für Geschichte „George Barițiu“ der Rumänischen Akademie, der Vereinigung „Jüdisches Leben in Europa e. V.“ sowie der Neuen Synagoge Berlin – Centrum Judaicum.