Filmdiskussion in 2 Teilen
Geistige Vorbereitung zum Völkermord: "Jud Süß" von Veit Harlan entstand im Auftrag des NS-Propagandaministeriums. Am Beispiel des historischen Finanzrats Süß-Oppenheimer, der dem Herzog Karl Alexander von Württemberg mit einer rigiden Steuerpolitik einen prunkvollen Lebensstil ermöglichte, wird ein hinterhältiger Charakter entfaltet, der den Nationalsozialisten als jüdisches Rassenmerkmal galt.
2010 bezog sich Regisseur Oskar Roehler auf die Entstehungsgeschichte dieses Films, als er seinen bei Kritikern und Historikern umstrittenen Film "Jud Süß - Film ohne Gewissen" drehte. Das Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände zeigt in Kooperation mit dem Forum für Jüdische Geschichte und Kultur Nürnberg beide Filme. Der Medienpublizist Herbert Heinzelmann führt jeweils in die Filme ein und kommentiert sie im Anschluss.
"Jud Süß - Film ohne Gewissen"
D/Ö 2010, 114 Minuten, Regie: Oskar Roehler
Mittwoch, 14. Dezember 2011, 19 Uhr
Eintritt frei
Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Forum für Jüdische Geschichte und Kultur Nürnberg, dem Institut für Kino und Filmkultur und der Murnau Stiftung.
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