Künstlerisches Erinnerungsprojekt „Sound in the Silence – Raise Your Voice“ lädt zu öffentliche Abschlussperformances ein

Diskussion/Gespräch
Theaterstück
19. Juni 2026 -
20. Juni 2026
17:00 - 13:00 Uhr
Ort: Straße der Nationen, 16798 Fürstenberg an der Havel
Veranstalter: Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück

Vom 14. bis 20. Juni 2026 findet in der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück zum vorerst letzten Mal das Erinnerungs- und Performanceprojekt „Sound in the Silence – Raise Your Voice“ statt. Dabei arbeiten Studierende der Freien Universität Berlin und der Hochschule Coburg aus den Bereichen Soziale Arbeit und Geschichtsdidaktik mit einem internationalen Team von Kunstschaffenden zusammen, das aus Kat Rampackova, Chris Find, Sean Palmer und dem amerikanisch-jüdischen Rapper Dan Wolf, dem Gründer und künstlerischen Leiter des Projekts, besteht.

Den Ausgangspunkt bilden die Lebensgeschichte von Emmie Arbel, die als Kind in Ravensbrück inhaftiert war, und die vielfach ausgezeichnete Graphic Novel „Die Farbe der Erinnerung“, in der Barbara Yelin diese Lebensgeschichte auf bewegende Weise erzählt. Die Studierenden lernen den historischen Ort kennen und haben in verschiedenen Kunst-Workshops (Tanz, Rap, Sound, Stimme) Gelegenheit, künstlerische Ausdrucksformen für die gewonnen Eindrücke und Erfahrungen zu finden.

Das Projekt eröffnet neue künstlerische Zugänge zur Auseinandersetzung mit der Geschichte des Frauen-Konzentrationslagers und verbindet historisch-politisches Lernen und künstlerische Performance zu einer lebendigen Form zeitgenössischer Erinnerungskultur. Im Mittelpunkt steht die Ermutigung, eine eigene Stimme und Haltung zu entwickeln sowie Bezüge zur eigenen Biografie und zu aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen herzustellen.

Am Freitag, 19. Juni 2026, um 17.00 Uhr und am Samstag, 20. Juni 2026, um 11.00 Uhr finden öffentliche Abschlussperformances mit anschließenden Gesprächen mit den Projektteilnehmenden statt. Dazu sind alle Interessierten herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei.

Das Projekt wird von der Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft (EVZ) sowie dem Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) im Rahmen des Programms JUGEND erinnert vor Ort & engagiert gefördert.